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	<title>Krankheiten Archive - pferdepraxiswissen.de</title>
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	<description>Wissenswertes aus der Pferdepraxis</description>
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	<title>Krankheiten Archive - pferdepraxiswissen.de</title>
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	<item>
		<title>Atypische Weidemyopathie – selten aber gefährlich!</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/atypische-weidemyopathie-selten-aber-gefaehrlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doreen Hörnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 21:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[altes pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
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		<category><![CDATA[training]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230;..und wie du dein Pferd davor schützen kannst &#160; Der Anruf kam kurz nach Feierabend &#160; Ein Pferd sei krank, ziemlich krank, und ob ich nicht bitte noch vorbeikommen könne, direkt zur Wiese, es könne nicht mehr laufen. Auf der Fahrt zur recht abgelegenen Bergwiese ging ich im Kopf verschiedene Ursachen durch, für ein Pferd, [&#8230;]</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8230;..und wie du dein Pferd davor schützen kannst</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Der Anruf kam kurz nach Feierabend</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Pferd sei krank, ziemlich krank, und ob ich nicht bitte noch vorbeikommen könne, direkt zur Wiese, <b>es könne nicht mehr laufen</b>.</p>
<p>Auf der Fahrt zur recht abgelegenen Bergwiese ging ich im Kopf <b>verschiedene Ursachen</b> durch, für ein Pferd, dass nicht mehr laufen kann. Hatte es möglicherweise ein Hufgeschwür? Eine Hufrehe? Oder sogar ein Bein gebrochen? Oder steckte etwas ganz anderes dahinter? Eine Kolik vielleicht mit starken Bauchschmerzen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als ich ankam erwartete mich im Halbdunkel ein trauriges Bild: <b>der braune Wallach war nassgeschwitzt, matt, der Kopf hing kurz über dem Boden, er atmete schwer und wollte sich absolut nicht mehr bewegen</b>. Ich ging hin, sprach ein paar tröstende Worte und begann ihn zu untersuchen. Ein weiteres Mal ging ich im Kopf alle Differentialdiagnosen durch: Kolik? Rehe? Fieber? Aber keine wollte so recht passen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein sichtbar schwer krankes Pferd, und <b>ich konnte einfach den Grund nicht finden</b>. Das machte mich innerlich verrückt, aber ich versuchte ruhig zu bleiben und den sehr besorgten Besitzern zu erklären, dass wir mehr Untersuchungen durchführen müssten um zu einer Diagnose zu kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich nahm also dem Pferd Blut ab, fuhr so schnell es die kurvenreiche Straße zuließ zurück zur Praxis und <b>bekam in unserem Labor schließlich die Antwort</b>: das Pferd hatte ein <b>hochgradigen Kreuzverschlag</b>! Bei dieser Krankheit sterben schlagartig sehr viele Muskelzellen ab, was erstens furchtbar weh tut und zweitens innerhalb kurzer Zeit zu einem Nierenversagen führen kann. Und das erklärte auch die Symptome: Schwitzen, Schwäche, nicht laufen wollen, Schmerzen im ganzen Körper, brauner Urin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wo kam der Kreuzverschlag so plötzlich her, bei einem Pferd, das wie die Wochen zuvor einfach nur auf der Wiese stand? Auch dafür fanden wir die Antwort. Als die Weide größtenteils leer gefressen war, begannen die Pferde auch die Dinge anzuknabbern, die sie vorher nicht angerührt hatten. Unter anderem ausgekeimte Mini-<b>Bergahorn</b> Pflänzchen. Das Pferd hatte wahrscheinlich größere Mengen dieser <b>Keimlinge</b> gefressen, die eine Substanz namen Hypoglycin A enthalten. Und dieses Hypoglycin A kann zu einem „<b>untypischen Kreuzverschlag auf der Weide</b>“ führen, der sogenannten <b>atypischen Weidemyopathie</b>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kannte diese Erkrankung bis dahin nur aus Fachbüchern und Vorlesungen, hatte aber nie ein betroffenes Pferd gesehen. Das mag daran liegen, dass die Giftmenge in den Pflanzen nicht jedes Jahr gleich hoch ist und die Bergahornbäume auch nicht jedes Jahr gleich viele Samen produzieren (die dann auskeimen können). Zumindest fällt auf, dass es teilweise jahrelang keine Fälle der Weidemyopathie gibt und dann wieder in einem Herbst mehrere Fälle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Warum ich diese Geschichte heute mit dir teile? Damit du daraus lernen kannst</b>. Du kannst aus diesem Fall mitnehmen, wie wichtig es ist die Weidesaison im Herbst irgendwann zu beenden ODER ausreichend <b>Heu zuzufüttern</b>, damit kein Pferd hungert und Giftpflanzen nascht. Denn betroffene Pferde stehen fast immer auf ungepflegten, abgegrasten Weiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und du kannst daraus mitnehmen (besonders wenn du selbst Tierärzin bist), dass man im Herbst eine <b>weitere Differentialdiagnose für ein schwer krankes, bewegungsunfähiges Pfer</b>d im Hinterkopf haben sollte: nämlich die der atypischen Weidemyopathie.</p>
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]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Heucobs &#8211; für wen, wie und welche Menge?</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/heucobs-ratgeber/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Aug 2024 10:29:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[altes pferd]]></category>
		<category><![CDATA[fütterung]]></category>
		<category><![CDATA[haltung]]></category>
		<category><![CDATA[Heucobs]]></category>
		<category><![CDATA[Heucobs Fütterung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Heucobs füttern. Wann, warum und wie viel. Der große Ratgeber zur Heucob Fütterung.</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_0 et_pb_with_background et_section_regular" >
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Alles, was du über Heucobs wissen musst</h1></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_3525-scaled-e1724924746914.jpg" alt="Hand mit trockenen Heucobs" title="Heucobs für Pferde" height="auto" width="auto" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_3525-scaled-e1724924746914.jpg 2560w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_3525-scaled-e1724924746914-1280x720.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_3525-scaled-e1724924746914-980x551.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_3525-scaled-e1724924746914-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-4534" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; font-weight: normal; font-size: x-large;">Du möchtest dein Pferd mit Heucobs füttern und wissen, wie du das am besten machst? Dann ist dieser Artikel für dich! 😉 Als Tierärztin habe ich nämlich schon oft den Rat gegeben: „Fütter doch mal ein paar Heucobs zu.“</span></h3>
<p><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; font-weight: normal; font-size: x-large;">Heucobs sind DIE Futteralternative, wenn dein Pferd kein Heu mehr fressen kann oder darf. Es gibt fünf typische Situationen, in denen sie Gold wert sind:</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ol>
<li><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong>Bei Pferden mit Zahnproblemen als Raufutterersatz</strong></span></li>
<li><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong>Bei Pferden mit Hufrehe als kraftfutterfreie Basis für Mineralfutter<br /></strong></span></li>
<li><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong>Bei Pferden mit hochgradigem Asthma als teilweiser Raufutterersatz</strong></span></li>
<li><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong>Bei Pferden mit Kotwasser zur Stabilisierung der Darmflora</strong></span></li>
<li><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong>Bei Pferden mit wiederkehrenden Schlundverstopfungen aufgrund einer Speiseröhrenerkrankung</strong></span></li>
</ol>
<hr />
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3>Regelmäßig erreichen mich Fragen zu den kleinen Presslingen, weshalb ich hier mal die Antworten gesammelt habe.</h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Was sind Heucobs?</strong></h3>
<p>Heucobs sind gepresste Pellets aus getrocknetem und gemahlenem Heu. Sie werden durch eine Kombination von Druck und Wärme hergestellt und gleichen in ihrem Nährstoffgehalt dem Heu, aus dem sie hergestellt wurden. Es gibt sie in verschiedenen Größen und je nach Anbieter mit oder ohne zugesetzte Mineralstoffe. Vor dem Verfüttern müssen sie mit der 2-3-fachen Menge Wasser eingeweicht werden.</p>
<h3> </h3>
<h3><strong>Warum füttert man Heucobs?</strong></h3>
<p>Heucobs werden aus verschiedenen Gründen gefüttert, am häufigsten, um Pferden mit Zahnproblemen ein leicht verdauliches Raufutter anbieten zu können. Durch das Einweichen der Cobs in Wasser entsteht ein Brei, den betroffene Pferde kaum kauen müssen.</p>
<p>Auch für Hufrehe-gefährdete Pferde eignen sich Heucobs gut, da man in ihnen Mineralfutter und Zusätze untermischen kann. Zuckerarme Heucobs sind dafür deutlich besser geeignet als Hafer oder Müsli.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Wie viel Heucobs braucht ein Pferd pro Tag?</strong></h3>
<p>Die benötigte Menge an Heucobs hängt vom individuellen Bedarf deines Pferdes ab. Wird dein Pferd nahezu vollständig mit Heucobs ernährt, weil die Zähne marode sind? Dann braucht es natrülich mehr, als wenn sie nur zur Ergänzung gedacht sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>1. Heucobs für Senioren und Pferde mit Zahnproblemen</strong></h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Faustregel</strong>: Ein erwachsenes Pferd sollte täglich etwa 1,5-2 kg Raufutter pro 100 kg Körpergewicht zu sich nehmen. Zu Raufutter zählen Gras, Heu, Stroh und auch Heucobs. Je weniger langstieliges Raufutter dein Pferd noch fressen kann, desto größer die Menge an Heucobs, die es braucht.</p>
<p><strong>Beispiel:</strong></p>
<p>Der 28-jährige Wallach „Winni“ hat Zahnprobleme und ist über den Winter zu dünn geworden. Er wiegt normalerweise 600 kg und benötigt 12 kg Heu pro Tag. Da er jedoch nur noch 8 kg Heu frisst, werden ihm zusätzlich 4 kg Heucobs (trocken gewogen, aber nass gefüttert) gegeben, was ihm hilft, wieder zuzunehmen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3 style="text-align: center;"><a href="https://pferdepraxiswissen.de/fuetterung-alte-pferde-sinnvoll-fuettern-ebook/"><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; color: #8c694c; font-weight: normal;">Viele Tipps zur Fütterung deines alten Pferdes gibt´s im Buch </span></a></h3>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; font-size: large;"><strong><a href="https://pferdepraxiswissen.de/fuetterung-alte-pferde-sinnvoll-fuettern-ebook/">&gt;&gt; Alte Pferde sinnvoll füttern &lt;&lt; </a> </strong></span></p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>2. Heucobs bei Hufrehe</strong></h3>
<p>Als Basis für Mineralfutter und andere Futterergänzungen kannst du eingeweichte, zuckerarme Heucobs verwenden. Je nachdem wie groß das Volumen der Futterportion sein soll, wiege dafür z.B. 200-500g Cobs ab, lasse sie in der 2-3 fachen Menge Wasser aufquellen und mische dann das Mineralfutter unter.</p>
<h3> </h3>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>3. Heucobs bei hochgradigem Asthma</strong></h3>
<p>Wenn dein Pferd unter Asthma und chronischem Husten leidet, kannst du mit Cobs einen Teil des Raufutters ersetzen &#8211; denn sie sind komplett staubfrei und reizen daher nicht die Atemwege. Ich rate aber davon ab, Asthmatikern AUSSCHLIESSLICH Matschfutter zu füttern. Für eine gute Kauaktivität, Speichelbildung und Beschäftigung sollte dein Pferd auch langstengeliges Raufutter zur Verfügung haben.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div> <div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_1">
				
				
				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_8522-scaled.jpg" alt="Heucobs helfen beim Auffüttern alter Pferde" title="Auffüttern mit Heucobs" height="auto" width="auto" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_8522-scaled.jpg 2560w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_8522-1280x960.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_8522-980x735.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/IMG_8522-480x360.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-4540" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3> </h3>
<h4> </h4>
<h3><strong>4. Heucobs bei Kotwasser</strong></h3>
<p>Es gibt viele verschiedene Ursachen für Kotwasser, aber eine der Wichtigsten ist eine gestörtes Darmmikrobiom. Cobs helfen hier durch die Zufuhr von fein zerkleinerter Rohfaser, denn sie dienst als Nahrung für die abermillionen Darmbakterien deines Pferdes. Du kannst beispielsweise mit einem Kilogramm Heucobs täglich beginnen und beobachten, ob sich die Kotkonstistenz deines Pferdes verbessert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>5. Heucobs bei wiederkehrender Schlundverstopfung</strong></h3>
<p>Hat dein Pferd in letzter Zeit bereits mehrere Schlundverstopfungen gehabt, solltest du unbedingt der Ursache auf den Grund gehen. Oftmals stecken Zahnprobleme dahinter, gelegentich aber auch eine Erkrankung der Speiseröhre.  Beides sollte durch erfahrene Tierärzte abgeklärt werden. In beiden Fällen kann es helfen, das Raufutter teilweise oder vollständig umzustellen auf eingeweichten Heuersatz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Wie lange muss man Heucobs einweichen?</strong></h3>
<p>Heucobs sollten vor dem Verfüttern immer gründlich eingeweicht werden, um eine Schlundverstopfung zu vermeiden. Auch wenn der Hersteller dies nicht zwingend vorschreibt, würde ich immer empfehlen die Cobs so lange einzuweichen, bis sie sich komplett aufgelöst haben. Dies dauert im Schnitt 15-45 Minuten.</p>
<p><strong>Tipp für Eilige</strong>: mit heißem Wasser einweichen und während des Quellens mehrmals umrühren – das beschleunigt den Prozess.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Mit wie viel Wasser sollen Heucobs quellen?</strong></h3>
<p>Heucobs sollten in der 2-3-fachen Menge Wasser eingeweicht werden. Wenn dein Pferd den Futterbrei lieber etwas flüssiger mag, kannst du später noch Wasser nachgießen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Wie lange kann man eingeweichte Heucobs füttern?</strong></h3>
<p>Eingeweichte Heucobs sollten innerhalb weniger Stunden verfüttert werden, besonders bei warmem Wetter, da der Futterbrei sonst zu gären beginnt. Den Gärprozess erkennst du sehr leicht, wenn du mal am Futter schnupperst. Riecht es sauer? Dann bitte entsorgen. Im Winter kann die Haltbarkeit etwas länger sein, grundsätzlich sollten die Cobs aber zeitnah verfüttert werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Darf ich Heucobs ohne Einweichen füttern?</strong></h3>
<p>Meine Faustregel lautet: Wenn du mehr als ein einzelnes Heucob verfütterst, weich es ein. Das Füttern von trockenen Cobs oder uneingeweichten <a href="https://pferdepraxiswissen.de/auffuettern-mit-ruebenschnitzeln/">Rübenschnitzeln</a> ist eine der häufigsten Ursachen für Schlundverstopfungen. Und ja &#8211; auch wenn manche Hersteller das Füttern trockener Cobs „erlauben“, rate ich dringend davon ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3><strong>Kann man Heucobs über Nacht stehen lassen?</strong></h3>
<p>Bei kühlen Temperaturen ist es in Ordnung, das eingeweichte Futter über Nacht stehen zu lassen, damit sie morgens direkt verfüttert werden können. Bei wärmeren Temperaturen mische sie lieber frisch an, um ein Gären zu verhindern.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
			</div> <div class="et_pb_module et_pb_image et_pb_image_2">
				
				
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				<div class="et_pb_text_inner"><h3> </h3>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Häufige Fragen zu Heucobs</h2>
<h3> </h3>
<h3><strong>Was ist der Unterschied zwischen Heucobs und Grascobs?</strong></h3>
<p>„Cobs“ bedeutet, dass das Futter in größere Pellets gepresst wurde. Der Hauptunterschied zwischen Heucobs und Grascobs liegt im Ausgangsmaterial:</p>
<ul>
<li><strong>Heucobs</strong> bestehen aus getrocknetem und gepresstem Heu.</li>
<li><strong>Grascobs</strong> werden aus gemähtem Gras hergestellt und enthalten oft mehr Energie und Proteine, was sie besonders für Pferde mit höherem Energiebedarf geeignet macht.</li>
</ul>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Wie viel Heucobs ersetzen 1 kg Heu?</strong></h3>
<p>1 kg Heu kann durch etwa 1 kg Heucobs ersetzt werden. Dabei ist es wichtig, die Heucobs trocken zu wiegen und eingeweicht zu verfüttern. Verwende also immer das Gewicht und nicht das Volumen als Maßstab &#8211; eingeweichte Cobs haben nämlich ein beachtliches Volumen.</p>
<h3> </h3>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Wie viel Heucobs pro Mahlzeit?</strong></h3>
<p>Um sicherzugehen, dass dein Pferd sich nicht überfrisst, kannst du die Menge an eingeweichtem Futter pro Mahlzeit auf einen 10-Liter-Eimer begrenzen. Der Pferdemagen eines durchschnittlichen Warmblüters hat ein Volumen von 12-15 Litern und kann diese Menge problemlos fassen.</p>
<p>Bei Pferden, die eher langsam fressen und nicht zum &#8222;Team Staubsauger&#8220; gehören, ist es oft auch möglich, eine größere Menge (z.B. über Nacht) anzubieten, die dann allmählich über mehrere Stunden vertilgt wird. Ich kann natürlich nicht für alle Pferde sprechen &#8211; aber den meisten schmeckt der Raufutterersatz nicht soooo gut, dass sie sich wirklich daran überfressen würden. So ähnlich wie bei Heu und Gras setzt irgendwann die Sättigung ein, und die Pferde wenden sich erstmal wieder anderen Tätigkeiten als Fressen zu.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3 style="text-align: center;"><a href="https://pferdepraxiswissen.de/fuetterung-alte-pferde-sinnvoll-fuettern-ebook/"><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; color: #8c694c; font-weight: normal;">Viele Tipps zur Fütterung deines alten Pferdes gibt´s im Buch </span></a></h3>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Raleway Lokal geladen; font-size: large;"><strong><a href="https://pferdepraxiswissen.de/fuetterung-alte-pferde-sinnvoll-fuettern-ebook/">&gt;&gt; Alte Pferde sinnvoll füttern &lt;&lt; </a> </strong></span></p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<h3> </h3>
<p><span style="font-family: Raleway Lokal geladen;"><strong> </strong></span></p>
<h3><strong>Heucobs für Rehepferde?</strong></h3>
<p>Heucobs können für Rehepferde geeignet sein, sofern sie keine zusätzlichen Zucker oder Melasse enthalten. Achte darauf, eine zuckerarme Sorte zu wählen. Der Zuckergehalt sollte auf dem Etikett vermerkt sein.  Eingeweicht sind sie eine gute Möglichkeit, Mineralfutter, Zusätze oder Medikamente zu verabreichen.</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Wo kann ich Heucobs günstig kaufen?</strong></h3>
<p>Heu-Cobs können online, im Fachhandel (z.B. Futtermühle, Raiffeisenmarkt) oder direkt ab Fabrik gekauft werden. Der Preis schwankt je nach Marke und Qualität zwischen ca. 50 Cent und 3 Euro pro kg. Der Kauf größerer Mengen kann den Preis pro Kilogramm deutlich senken. Viele Firmen bieten inzwischen auch Probepackungen an, mit denen du erstmal einen Geschmackstest bei deinem Pferd machen kannst.</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Kann ich Heucobs bei Raiffeisen kaufen?</strong></h3>
<p>Raiffeisen-Märkte bieten oft eine breite Palette an unterschiedlichen Cobs an (z.B. Heu-, Luzerne-, Mais- und Esparsette-Cobs) , einschließlich Eigenmarken und bekannten Futtermittelherstellern. Ein Besuch lohnt sich!</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Wie kann ich Heucobs richtig zubereiten?</strong></h3>
<p>Die Zubereitung ist einfach: Sie sollten in ausreichend Wasser eingeweicht werden, bis sie eine weiche, breiige Konsistenz erreichen. Auf einen Becher gespresste Cobs kommen 2-3 Becher Wasser. Je nach Größe und Art der Presslinge dauert der Quellvorgang ca. 15 bis 45 Minuten.</p>
<hr />
<h3> </h3>
<h3><strong>Heucobs auf Palette kaufen?</strong></h3>
<p>Heucobs können oft als Palette gekauft und bis an die Bordsteinkante geliefert werden. Der Kauf einer ganzen Palette kann den Preis pro Kilogramm senken, erfordert aber einen trockenen und mäusesicheren Lagerplatz. Manche Firmen bieten auch die Lieferung im Bigpack an. Und natürlich ist es wichtig, dass dein Pferd genau diese Marke auch gerne frisst (und du nicht auf den ganzen Säcken sitzen bleibts).</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/futtersaecke-scaled.jpg" alt="Heucobs auf Palette" title="Heucobs Palette" height="auto" width="auto" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/futtersaecke-scaled.jpg 2560w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/futtersaecke-1280x720.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/futtersaecke-980x551.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/08/futtersaecke-480x270.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) and (max-width: 980px) 980px, (min-width: 981px) and (max-width: 1280px) 1280px, (min-width: 1281px) 2560px, 100vw" class="wp-image-4537" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><ul>
<li>Interessierst du dich für das Thema Auffüttern, weil dein Pferd so schlank ist? Dann lies hier gleich weiter: <a href="https://pferdepraxiswissen.de/auffuettern-mit-ruebenschnitzeln/"><strong>Auffüttern mit Rübenschnitzeln</strong></a> und <strong><a href="https://pferdepraxiswissen.de/ein-altes-pferd-auffuettern/">Ein altes Pferd auffüttern</a>.</strong></li>
<li>Zur ausführlichen Fütterungs-Anleitung empfehle ich das Ebook <a href="https://elopage.com/s/pferdepraxiswissen/alte-pferde-sinnvoll-fuettern-ebook"><strong>Alte Pferde sinnvoll füttern. </strong></a></li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-3445 alignnone size-medium" style="display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2023/10/5-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></p></div>
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		<item>
		<title>Spat beim Pferd</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/spat-beim-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 11:56:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lahmheit]]></category>
		<category><![CDATA[altes pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
		<category><![CDATA[krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spat]]></category>
		<category><![CDATA[training]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong></strong></h2>
<h2><strong></strong><strong>Spat beim Pferd</strong></h2>
<p>Dein Pferd hat die Diagnose Spat bekommen – oder du vermutest, dass es Spat haben könnte? Dann lass uns einmal genauer schauen, was das ist und wie du dein Pferd unterstützen kannst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was ist Spat eigentlich genau?</strong></h3>
<p>Vereinfacht gesagt bedeutet Spat: Arthrose im Sprunggelenk. Genauer gesagt ist es Arthrose in einem bestimmten Abschnitt des Sprunggelenks, denn dieses setzt sich aus mehreren Gelenken zusammen.</p>
<p>Schau dir einmal ein laufendes Pferd von der Seite an – dann siehst du bei jedem Schritt wie das Sprunggelenk gebeugt und gestreckt wird. Diese Beugung und Streckung erfolgt im <em>oberen</em> Teil des Sprunggelenks im Bereich der Rollkämme.</p>
<p>Der untere Teil des Sprunggelenks dagegen besteht aus mehreren kleinen Knochen und Gelenkspalten, die in sich selbst ziemlich unbeweglich sind und <em>keine</em> Beugebewegung machen. Deshalb heißen die Gelenke im unteren Teil des Sprunggelenks auch <em>straffe Gelenke</em>. Und Spat ist die Bezeichnung für eine Arthrose der straffen Sprunggelenke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Symptome von Spat</strong></h3>
<p>Es gibt einige Symptome, die typisch sind für ein Pferd mit Spat. Meistens entwickeln sie sich eher schleichend, und es gibt gute und schlechte Tage. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:</p>
<ul>
<li><strong>Steifer Gang</strong>: die Hinterbeine wirken steif und machen nur kurze Schritte.</li>
<li><strong>Lahmheit</strong>: Eine Lahmheit an einer oder beiden Hinterbeinen. Die Lahmheit kann phasenweise oder dauerhaft sichtbar sein.</li>
<li><strong>Einlaufen</strong>: meist laufen die Pferde mit Spat nach einer Ruhepause (Nacht, Box, Liegen) eher schlecht. Nach einigen Minuten Bewegung laufen sie sich aber ein und werden geschmeidiger.</li>
<li><strong>Schwellung</strong>: In fortgeschrittenen Fällen sieht man eine Schwellung <em>innen unten</em> am Sprunggelenk. Auf dem Foto unten kannst du das sehen.</li>
</ul>
<p>Spat ist eine degenerative Erkrankung, bei der es durch den Gelenkverschleiß zu Entzündungen, Knochenabbau- und Knochenzubauprozessen kommt.</p>
<p>Besonders die entstehenden knöchernen Zubildungen an den Gelenkrändern (Osteophyten) und Bezirke mit Knochenresorption sind später dann auch im Röntgen sichtbar. Die Erkrankungen schreitet mit den Jahren voran und kann zu einer kompletten Verknöcherung der straffen Sprunggelenke führen (die dann erstaunlicherweise meistens weniger schmerzhaft ist).</p>
<p><div id="attachment_3917" style="width: 310px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3917" class="size-medium wp-image-3917" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-300x300.png" alt="Spat Pferd" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-300x300.png 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-1024x1024.png 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-150x150.png 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-768x768.png 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-980x980.png 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-480x480.png 480w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile.png 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3917" class="caption-text">Typische Schwellung bei einem Pferd mit Spat</p></div></p>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Ursachen von Spat</strong></h3>
<p>Wie so oft gibt es nicht nur eine Ursache, sondern die Kombination von verschiedenen Faktoren erhöht das Risiko für dein Pferd, zu erkranken.</p>
<ul>
<li><strong>Genetische Veranlagung</strong>: Einige Pferderassen sind anfälliger für Spat als andere, insbesondere solche mit einer genetischen Prädisposition für Gelenkprobleme.</li>
<li><strong>Überbelastung</strong>: Intensive Arbeit, insbesondere auf harten Böden oder unebenem Gelände, aber auch bestimmte Lektionen/Manöver können das Sprunggelenk überlasten und zu degenerativen Veränderungen führen.</li>
<li><strong>Fehlstellungen: </strong>Fehlstellungen der Beine können die Belastung auf das Sprunggelenk erhöhen. Besonders bei Pferden, die etwas „fassbeinig“ stehen und die Hinterbeine beim Aufsetzen drehen stelle ich häufig Spat fest.</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Diagnose von Spat</strong></h3>
<p>Wenn du ein oder mehrere typische Spatsymptome bei deinem Pferd feststellt, wird deine Tierärztin oder dein Tierarzt dir wahrscheinlich zu einer <strong>Lahmheitsuntersuchung und Röntgenbildern</strong> raten.</p>
<p>Dabei wird dein Pferd im Stand und in der Bewegung angeschaut und möglicherweise auch gebeugt. Viele Pferde mit Spat reagieren zum Beispiel sehr schmerzhaft auf eine <strong>Beugeprobe des Sprunggelenks</strong>.</p>
<p>Sind beim Spat Röntgen (noch) keine deutlichen Befunde sichtbar, kann durch eine gezielte <strong>Anästhesie</strong> der Spatgelenke festgestellt werden, ob hier dennoch die Ursache des Schmerzes ist. Dies muss wie jede Gelenkanästhesie streng steril durchgeführt werden und wird deshalb von einigen Tierärzten in der Außenpraxis nicht angeboten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Spat Röntgen</strong></h3>
<p>Beim Verdacht auf Spat ist es sinnvoll, Röntgenbilder des Sprunggelenks zu machen. Dabei reicht meistens nicht nur ein Bild, sondern wir brauchen <strong>Röntgenbilder in drei bis vier verschiedenen Projektionsrichtungen</strong>.</p>
<p>Im Röntgen wird dann deutlich, ob und wie sehr der Knochen und die Gelenkspalten der straffen Sprunggelenksreihen verändert sind.</p>
<p>Bei jedem Spat Röntgen frage ich mich: gibt es Zubildungen und Randwülste an den Gelenkspalten? Sind die Gelenkspalten sichtbar und durchgängig oder bereits komplett verknöchert?</p>
<p>Gibt es Bereiche mit geringerer Knochendichte (Osteolyse) oder Knochenfrass? Gibt es andere Veränderungen am Sprunggelenk, die nicht zum Spat gehören? Und wie sieht eigentlich das Partnerbein aus?</p>
<p><div id="attachment_3953" style="width: 260px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3953" class="size-medium wp-image-3953" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-250x300.jpg" alt="Röntgen Spat " width="250" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-250x300.jpg 250w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-854x1024.jpg 854w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-768x921.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1281x1536.jpg 1281w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1708x2048.jpg 1708w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1080x1295.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213.jpg 1779w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><p id="caption-attachment-3953" class="caption-text">Röntgenbild eines Pferdes ohne Spat</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_3954" style="width: 283px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3954" class="size-medium wp-image-3954" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-273x300.jpg" alt="Röntgen Spat" width="273" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-273x300.jpg 273w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-931x1024.jpg 931w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-768x845.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-1397x1536.jpg 1397w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-1080x1188.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314.jpg 1764w" sizes="(max-width: 273px) 100vw, 273px" /><p id="caption-attachment-3954" class="caption-text">Röntgenbild eines Pferdes mit Spat</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Spat behandeln<br /></strong></h3>
<p>Die Behandlung von Spat zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dazu kommt meistens eine oder auch mehrere der folgenden Behandlungsmethoden zum Einsatz:</p>
<ul>
<li><strong>Entzündungshemmer</strong> (NSAIDs, z.B. Meloxicam oder Firocoxib): sie können in einer akuten Entzündungsphase den Schmerz lindern und deinem Pferd aus dem „Schub“ heraushelfen. Dein Pferd sollte unter Medikamenten aber selbstverständlich nicht geritten werden.</li>
<li><strong>Gelenkinjektionen</strong>: Kortikosteroide und Hyaluronsäure können direkt ins Gelenk injiziert werden, um in hoher Konzentration <em>direkt vor Ort im Gelenk</em> die Entzündungen zu lindern und die Funktion zu verbessern.</li>
<li><strong>Medikamente mit Wirkung auf den Knochenstoffwechsel</strong>: manche Pferde mit Spat reagieren sehr positiv auf spezielle Medikamente (Bisphosphonate), die den Knochenstoffwechsel beeinflussen.</li>
<li><strong>Physiotherapie und angepasstes Training</strong>: Physiotherapeutische Maßnahmen und kontrollierte Bewegung helfen deinem Pferd, die Mobilität zu erhalten und Muskeln zu erhalten. Regelmäßige Bewegung ist grundsätzlich sehr viel besser als stundenlanges in der Box stehen (außer in schmerzhaften Entzündungsphasen, da tut Ruhe gut!).</li>
<li><strong>Hufpflege und Beschlag</strong>: während manche Spat Pferde am besten barhuf zurecht kommen, laufen andere mit einem speziellen Spat Beschlag besser. Besprich dies am besten individuell für dein Pferd mit deiner Tierärztin/Tierarzt und demjenigen, der die Hufe bearbeitet.</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Kurz gesagt</strong></h3>
<p>Die Diagnose Spat ist oft erstmal ein Schock – ganz besonders weil Spat unheilbar ist und mit der Zeit fortschreitet.</p>
<p>Viele Pferde kommen bei gutem Management aber gut damit zurecht und haben nur selten schmerzhafte „Schübe“, in denen sie Schonung brauchen.</p>
<p>Sie mögen zwar etwas steif wirken und ihre Einlaufzeit brauchen, sind dann aber durchaus gehfreudig und leistungsbereit. Und sollte es zu einer kompletten Verknöcherung der straffen Sprunggelenke kommen, sind dann einige Pferde sogar wieder komplett lahmfrei.</p>
<p><strong>Interessiert du dich für das Thema Lahmheiten?</strong> Dann schau dir mal meinen <a href="https://pferdepraxiswissen.de/warteliste-lahmheiten-erkennen/">Workshop „Schritt für Schritt &#8211; Lahmheiten sehen lernen“</a> an, in dem du lernst Lahmheiten bei deinem Pferd zu erkennen und auch zu sagen, welches Bein betroffen ist.</p>
<p>Möchtest du erfahren, wie du dein Pferd unterstützen kannst, wenn es älter wird? Dann ist vielleicht dieser Blogbeitrag interessant für dich: <a href="https://pferdepraxiswissen.de/ein-altes-pferd-auffuettern/">ein altes Pferd auffüttern</a>.</p></div>
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			</item>
		<item>
		<title>Juckreiz beim Pferd: Warum sich dein Pferd schubbert</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/juckreiz-beim-pferd-schubbern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doreen Hörnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 May 2024 07:42:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Dermatologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekzemer]]></category>
		<category><![CDATA[Ekzemerdecke]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerekzem]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://pferdepraxiswissen.de/?p=3784</guid>

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				<div class="et_pb_text_inner"><h2>Wenn sich dein Pferd juckt: Ursachen und Lösungen bei Juckreiz</h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Juckreiz beim Pferd &#8211; ein häufiges Problem<br />
</strong></h4>
<p>Letzte Woche erhielt ich einen Anruf von einem besorgten Pferdebesitzer: <strong>„Mein Pferd scheuert sich ziemlich, was meinst du, was das sein könnte?“</strong></p>
<p>Diese ganz einfache Frage ist leider nicht ganz so leicht zu beantworten. Denn es gibt natürlich viele verschiedene Auslöser, die dazu führen können, dass sich ein Pferd schubbert. Einmal heftig gekratzt, sieht die Haut oft ähnlich aus: aufgescheuert und gereizt. Um den Auslöser des Juckreizes zu identifizieren, solltest du also mal genauer hinschauen.</p>
<h4></h4>
<h4><strong>Verteilungsmuster des Juckreizes</strong></h4>
<p>Ein wichtiger Hinweis auf die Ursache des Juckreizes ist das Verteilungsmuster. Je nach Ursache beginnt der Juckreiz an anderen Körperpartien.</p>
<ul>
<li><strong>Mähne und Schweif:</strong> Häufig bei Sommerekzem. Sommerekzem ist eine allergische Reaktion auf Insektenstiche, insbesondere von Kriebelmücken. Betroffene Pferde kratzen sich intensiv an Mähne und Schweif, was zu Haarverlust und Hautverletzungen führen kann. Was du gegen Sommerekzem tun kannst, erfährst du im <a href="https://pferdepraxiswissen.de/sommerekzem-beim-pferd/">Leitfaden Sommerekzem</a>.</li>
<li><strong>Rumpf und Beine:</strong> Kann auf Milben oder andere Parasiten hinweisen. Milben, wie die Räudemilbe, verursachen starken Juckreiz und können sich auf den ganzen Körper ausbreiten. Haarlinge finden sich oft an Hals und Rumpf, Grasmilben vor allem an den Beinen.</li>
<li><strong>Nur Schweifrübe</strong>: hier sollte auch an Würmer (besonders Pfriemenschwänze) gedacht werden</li>
</ul>
<h4></h4>
<h4 style="text-align: center;"><strong>Hier siehst du typische Verteilungsmuster von Juckreiz</strong></h4>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3877 aligncenter" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-300x300.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-1024x1024.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-150x150.jpg 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-768x768.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-1536x1536.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-2048x2048.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-1080x1080.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-1280x1280.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-980x980.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Kopie-von-Milbenbefall-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><img decoding="async" class="wp-image-3730 size-medium aligncenter" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-300x300.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1024x1024.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-150x150.jpg 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-768x768.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1536x1536.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-2048x2048.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1080x1080.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1280x1280.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-980x980.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3878 aligncenter" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-300x300.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-1024x1024.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-150x150.jpg 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-768x768.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-1536x1536.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-2048x2048.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-1080x1080.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-1280x1280.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-980x980.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Dermatophilose-Verteilungsmuster-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><img decoding="async" class="size-medium wp-image-3880 aligncenter" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-300x300.jpg" alt="Nesselsucht Pferd" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-300x300.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-1024x1024.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-150x150.jpg 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-768x768.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-1536x1536.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-2048x2048.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-1080x1080.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-1280x1280.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-980x980.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Nesselsucht-Verteilungsmuster-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Die Intensität des Juckreizes</strong></h4>
<p>Die Stärke des Juckreizes ist ein weiterer Indikator:</p>
<ul>
<li><strong>Leichter Juckreiz:</strong> Kaum zu bemerken, aber kann dennoch auf ein Problem hinweisen. Ein geringfügiger Juckreiz könnte auf eine beginnende allergische Reaktion oder leichten Parasitenbefall hinweisen. Auch Hautpilzerkrankungen jucken Pferde entweder gar nicht oder nur sehr wenig.</li>
<li><strong>Starker Juckreiz</strong>: Wenn sich das Pferd blutig kratzt, sollte dringend nach der Ursache geforscht werden. Hier könnten ernsthaftere Ursachen wie starker Parasitenbefall (Milben, Haarlinge) oder ein <a href="https://pferdepraxiswissen.de/sommerekzem-beim-pferd-leitfaden/">Sommerekzem</a> vorliegen.</li>
</ul>
<h4></h4>
<h4><strong>Mehrere betroffene Pferde</strong></h4>
<p>Sind mehrere Pferde im Stall betroffen, stecken meist Parasiten oder Hautpilz dahinter &#8211; denn beide sind ansteckend. In solchen Fällen ist es wichtig, alle Pferde zu untersuchen und gegebenenfalls zu behandeln, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.</p>
<p><div id="attachment_3889" style="width: 310px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3889" class="wp-image-3889 size-medium" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-300x225.jpg" alt="Hautpilz Pferd" width="300" height="225" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-300x225.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-1024x768.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-768x576.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-1536x1152.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-2048x1536.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-510x382.jpg 510w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-1080x810.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-1280x960.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-980x735.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_4241-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3889" class="caption-text"><em>Pferd mit Hautpilz. Typisch sind rundliche, kahle Stellen und silbrige Schuppen</em></p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Ursprüngliche Hautveränderungen</strong></h4>
<p>Manchmal ist es schwierig, die ursprünglichen Hautveränderung (an der noch nicht gekratzt wurde) überhaupt zu finden, dennoch ist das wichtig.</p>
<ul>
<li><strong>Bläschen</strong>: Könnten auf Nesselsucht/Nesselfieber hinweisen. Nesselfieber (Urtikaria) ist eine allergische Reaktion, die durch verschiedene Auslöser wie Insektenstiche, Medikamente oder Umweltfaktoren hervorgerufen werden kann. Es zeigt sich durch plötzlich auftretende Quaddeln und Pusteln auf der Haut. Es sieht wirklich so aus als wäre das Pferd &#8222;in die Nesseln&#8220; gefallen. Fieber haben die Pferde übrigens trotz der Bezeichnung &#8222;Nesselfieber&#8220; <strong>nicht.</strong></li>
<li><strong>Schuppen</strong>: entstehen durch trockene Haut im Fellwechsel, aber auch bei Hautpilz oder bestimmten Milbenarten.</li>
<li><strong>Verklebte Haare: </strong>können auf bakterielle Infektionen hindeuten, z.B. das sogenannte Regenekzem, das durch das Bakterium <em>Dermatophilus congolensis</em> verursacht wird. Das typische Verteilungsmuster dieser Dermatophilose (Regenekzem) siehst du in der Grafik oben.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_3879" style="width: 310px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3879" class="size-medium wp-image-3879" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995-300x225.jpg" alt="Pferd mit Bläschen und Pusteln am Hals augrund von Nesselsucht" width="300" height="225" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995-300x225.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995-768x576.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995-510x382.jpg 510w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995-480x360.jpg 480w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_0995.jpg 800w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3879" class="caption-text"><em>Quaddeln bei einem Pferd mit Nesselsucht</em></p></div></p>
<h4></h4>
<h4><strong>Veränderungen in der Umgebung</strong></h4>
<p>Neue Faktoren in der Umgebung des Pferdes können ebenfalls Auslöser sein:</p>
<p><strong>Neue Einstreu, Ausrüstung oder Pflegeprodukte</strong>: Diese können Allergien auslösen. Ein Wechsel des Einstreumaterials oder die Nutzung eines neues Mähnensprays, Fliegensprays oder ähnlichem kann bei empfindlichen Pferden zu Hautreaktionen führen.</p>
<h4><strong>Sichtbare Parasiten</strong></h4>
<p>Es lohnt sich, die Haut deines Pferdes mal genauer zu untersuchen. Während Milben mit bloßem Auge schwer zu erkennen sind, kannst du Haarlinge oder Läuse mit etwas Geduld durchaus im Fell aufspüren. Haarlinge sind bräunlich und etwa 1-2mm lang. Besonders im Frühling finden sich Haarlinge häufig bei Pferden mit geschwächtem Abwehrsystem. Jungpferde und auch Oldies mit Cushingsyndrom sind häufiger betroffen. Die Haarlinge und ihre Eier können sich in der dichten Winterbehaarung verstecken und verursachen erheblichen Juckreiz, sobald das Wetter wärmer wird.</p>
<h3><strong>Fazit</strong></h3>
<p>Juckreiz bei Pferden kann viele verschiedene Ursachen haben. Achte besonders auf das Verteilungsmuster des Juckreizes, die Intensität und das Aussehen der ursprünglichen Hautveränderungen, denn diese können gute Hinweise auf den Auslöser geben! Und je nach Ursache ist dann auch eine andere Therapie angebracht. <strong>Insektenschutz und Hautpflege bei Sommerekzem</strong> (<a href="https://pferdepraxiswissen.de/sommerekzem-beim-pferd/">mehr dazu im Leitfaden Sommerekzem</a>), eine <strong>Parasitenbehandlung bei Haarlingsbefall</strong> oder eine <strong>Pilzimpfung</strong> wenn sich ein Hautpilz nachweisen lässt.</p>
<p>Ich hoffe, dass dich das Lesen dieses Artikels nicht selbst zum Kratzen gebracht hat!</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Sommerekzem beim Pferd &#8211; ein Leitfaden</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/sommerekzem-beim-pferd-leitfaden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 02 May 2024 11:00:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Dermatologie]]></category>
		<category><![CDATA[Ekzemer]]></category>
		<category><![CDATA[Ekzemerdecke]]></category>
		<category><![CDATA[Haut]]></category>
		<category><![CDATA[Sommerekzem]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="et_pb_section et_pb_section_3 et_section_regular" >
				
				
				
				
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				<div class="et_pb_module et_pb_text et_pb_text_7  et_pb_text_align_left et_pb_bg_layout_light">
				
				
				<div class="et_pb_text_inner"><h1>Ein Pferd mit Sommerekzem &#8211; echt eine Herausforderung!</h1>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn du ein Pferd mit Sommerekzem hast, weisst du es ja bereits: d<strong>ie betroffenen Pferde haben starken Juckreiz</strong>. Der Juckreiz entsteht durch eine <strong>Überreaktion auf Insektenbisse</strong> – und zwar genauer gesagt auf den Speichel von zwei verschiedenen Insektenarten: Kriebelmücken und Gnitzen. Die Erkrankung kann für Pferde äußerst unangenehm werden, aber du kannst deinem Pferd durch gezielte Maßnahmen helfen, den Sommer ohne große Beschwerden zu überstehen.</p>
<h2></h2>
<h2><strong>Symptome bei einem Pferd mit Sommerekzem</strong></h2>
<p>Die Symptome des Sommerekzems können von Pferd zu Pferd variieren, aber typischerweise zeigt ein Ekzemer starken saisonalen Juckreiz an Mähne, Schweifansatz und Bauchnaht, denn hier ist die Haut durch die senkrecht stehenden Haare besonders von Insektenbissen geplagt. Zu den häufigsten Symptomen gehören:</p>
<ol>
<li><strong>Juckreiz:</strong> Das betroffene Pferd kratzt und scheuert sich auffällig stark, anfangs vor allem an Kopf, Mähne und Schweif. Der Juckreiz kann sich aber auch weiter ausbreiten, z.B. auf Hals und Bauch.</li>
<li><strong>Rötung und Schwellung:</strong> Die Haut kann gerötet und geschwollen sein, im Anfangsstadium sieht man manchmal Bläschen, später eher Krusten und Schuppen.</li>
<li><strong>Haarausfall:</strong> Übermäßiges Kratzen kann zu Haarausfall führen, es entstehen kahle Stellen, ledrig aussehene Hautbezirke und teilweise auch blutende Wunden.</li>
<li><strong>Verdickte Haut:</strong> Chronischer Juckreiz kann zu verdickter und schuppiger Haut führen. Besonders am Mähnenkamm bilden sich in chronischen Fällen harte, wulstige Falten.</li>
<li><strong>Sekundäre Infektionen:</strong> Durch das Kratzen und Scheuern können offene Wunden entstehen, die anfällig für bakterielle Infektionen und Hautpilz sind.</li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><img decoding="async" class="aligncenter size-medium wp-image-3730" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-300x300.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1024x1024.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-150x150.jpg 150w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-768x768.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1536x1536.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-2048x2048.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1080x1080.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-1280x1280.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-980x980.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Sommerkzem-Verteilungsmuster-480x480.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /></p>
<p><strong> </strong></p>
<h2></h2>
<h2><strong>Die Diagnose</strong></h2>
<p>Die Diagnose des Sommerekzems basiert in erster Linie auf den klinischen Symptomen und dem zeitlichen Zusammenhang mit Insektenstichen. Manchmal müssen auch noch andere Ursachen, wie z.B. ein Befall mit Ektoparasiten ausgeschlossen werden. Aber es gibt nicht den einen Bluttest oder die eine Hautprobe, die beweist: das ist Sommerekzem.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Die Therapiemöglichkeiten bei Sommerekzem </strong></h2>
<h2><strong>&#8211;  in drei Schritten zu weniger Juckreiz</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Deine Wichtigste Aufgabe als Besitzerin eines Pferdes mit Sommerekzem ist es, dein Pferd vor den Insektenstichen zu schützen! Denn sie sind der Auslöser für den massiven Juckreiz.</strong></p>
<h3></h3>
<h3></h3>
<h3><strong>1. Schritt: Insektenschutz</strong></h3>
<ul>
<li>Verwende eine <strong>Ekzemerdecke,</strong> damit dein Pferd weniger gestochen wird. Denke daran, dass vor allem Kopf/Mähne, Schweifrübe und Bauchnaht (inkl. Euter oder Schlauchtasche) geschützt werden müssen. Eine „normale“ Fliegendecke, bei der Bauch, Hals und Schweifrübe frei liegen reicht in der Regel nicht aus!</li>
<li>An Bauch, Euter, Außenseite der Ohren und an der Schlauchtasche kannst du zusätzlich eine <strong>„mechanische Barriere“ aufschmieren</strong>. Zum Beispiel mit Melkfett, Zinksalbe und Tonerde. Hauptsache die Kriebelmücken können nicht hindurch stechen.</li>
<li><strong>Vermeide es, dein Pferd in der Dämmerung auf die Wiese zu stellen</strong>, denn in den frühen Morgen- und Abendstunden sind die Insekten am aktivsten. Zu diesen Zeiten sind die Pferde im Stall meist glücklicher.</li>
<li>Kriebelmücken hassen Wind! Denn sie sind keine guten Flieger. Durch einen <strong>Ventilator auf der Stallgasse</strong> kannst du die Insektenbelastung für dein Pferd deutlich verringern und ich kenne Pferde, die sich sehr gerne stundenlang vor den (natürlich ponysicher aufgebauten) Ventilator stellen.</li>
<li><strong>Fliegensprays und co.</strong> enthalten entweder abschreckende (repellierende) Stoffe wie z.B. DEET oder Citronellaöl, die meist nur wenige Stunden schützen oder aber echte, Insekten abtötende Insektizide (z.B. Permethrin). Die Insektizide wirken meist mehrere Tage bis Wochen, sind aber für viele Organismen giftig und sollten stets mit Bedacht eingesetzt werden!</li>
</ul>
<p>Nicht jedes Pferd braucht alle diese Maßnahmen, aber je stärker das Ekzem ausgeprägt ist, desto eher solltest du verschiedene Maßnahmen zur Insektenabwehr kombinieren.</p>
<p><div id="attachment_3894" style="width: 310px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3894" class="size-medium wp-image-3894" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-300x225.jpg" alt="Sommerekzem PFerd" width="300" height="225" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-300x225.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-1024x768.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-768x576.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-1536x1152.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-510x382.jpg 510w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-1080x810.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-1280x960.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-980x735.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-480x360.jpg 480w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/sE-rotated.jpg 2016w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3894" class="caption-text"><em>Die Bauchnaht wird besonders gern von Insekten aufgesucht &#8211; auch hier gut schützen!</em></p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>2. Schritt: Die Hautbarriere stärken und Juckreiz lindern</strong></h3>
<ul>
<li><strong>Salben, Cremes oder Sprays</strong>, die <strong>Kortikosteroide</strong> enthalten, können dabei helfen, die juckende und entzündete Haut deines Ekzemers schnell zur beruhigen. Für eine Langzeittherapie sind sie jedoch nicht so gut geeignet.</li>
<li>Um die Haut langfristig zu pflegen und die Hautbarriere zu stärken haben sich Produkte bewährt, die einen oder mehrere der folgenden Wirkstoffe enthalten: <strong>Omega3/6-Fettsäuren</strong>, <strong>Benzyl Benzoate</strong>, <strong>Allantoin</strong>, <strong>Glycerin</strong>, <strong>Panthenol</strong>. Es gibt eine schier unendliche Vielfalt an Produkten zu kaufen – und nicht jedes hilft bei jedem Pferd gleich gut. Es lohnt sich manchmal, verschiedene Lotionen auszuprobieren.</li>
<li>Das Verfüttern von ungesättigten Fettsäuren, zum Beispiel in Form von <strong>Leinsamen oder Leinöl</strong> kann sich positiv auf die Haut auswirken.</li>
<li>Auch eine <strong>Desensibilisierung</strong> hilft manchen Pferden, denn dabei wird das Immunsystem des Pferdes über einen längeren Zeitraum immer wieder mit winzigen Mengen der allergieauslösenden Insektenspeichelproteine konfrontiert. So wird dem Körper gewissermaßen „abzugewöhnt“, überschießend darauf zu reagieren und der Juckreiz nach Insektenbissen lässt nach.</li>
<li>Vitamin B3 (Niacin) kann helfen die Hautbarriere zu stärken und so die Symptome zu lindern.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_3949" style="width: 235px" class="caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3949" class="size-medium wp-image-3949" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-225x300.jpg" alt="Pony mit Sommerekzem und Juckreiz am Kopf" width="225" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-225x300.jpg 225w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-768x1024.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-1152x1536.jpg 1152w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-1536x2048.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-1080x1440.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-1280x1707.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-980x1307.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-480x640.jpg 480w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/IMG_7706-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 225px) 100vw, 225px" /><p id="caption-attachment-3949" class="caption-text">Pony mit Sommerekzem und Juckreiz am Kopf</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>3. Schritt: Verbesserung von Fütterung und Umgebungsmanagement</strong></h3>
<ul>
<li>Obwohl grundsätzlich <strong>bei jeder Pferderasse</strong> ein Sommerekzem auftreten kann, fällt in der Praxis schon auf, dass viele Ekzemer zu den eher „genügsameren“ Rassen gehören. Ponys und Isländer aber auch Araber und Spanier, die leichtfuttrig sind und zu Übergewicht neigen scheinen häufiger Juckreiz zu haben als andere Pferdetypen. Der Stoffwechsel sollte also auch aus diesem Grund nicht durch <strong>Überfütterung und Übergewicht</strong> strapaziert werden. Die Ration sollte deshalb bei einem Pferd mit Sommerekzem (ganz besonders, wenn der Verdacht von EMS = metabolischem Syndrom besteht!) weder zu viel Energie (Stärke, Zucker) noch zu viel Eiweiß enthalten, gleichzeitig aber genügend Mikronährstoffe. Wichtig für eine gesunde Haut ist dabei besonders das <strong>Spurenelement Zink</strong> und die Versorgung mit mehrfach <strong>ungesättigten Fettsäuren</strong> (Omega 3/6).</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Zum <strong>Umgebungsmanagement</strong> gehört neben dem <strong>Aufstallen</strong> in der Dämmerung und dem Einsatz von <strong>Ventilatoren</strong> auch, den Entwicklungsstadien der Insekten möglichst keine „Brutstätte“ zu liefern. Kriebelmücken legen ihre Eier immer in der Nähe von Gewässern ab, denn die Larven brauchen Wasser und feuchtes Substrat. Zwar können wir Bäche und Flüsse nicht großräumig umleiten, aber je weniger Fließgewässer, Tümpel, Teiche, Moraste und Regentonnen in der Nähe sind – desto besser. Weideflächen, die <strong>weit entfernt sind von Gewässern</strong> und dann möglichst noch <strong>windig</strong> gelegen sind, wären optimal.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Insgesamt erfordert die Behandlung von Sommerekzem beim Pferd ein<strong> individuelles und ganzheitliches Management</strong>, das die Bedürfnisse des einzelnen Tieres berücksichtigt. Andere Ursachen für Juckreiz beim Pferd findest du übrigens hier: <a href="https://pferdepraxiswissen.de/juckreiz-beim-pferd-schubbern/">Juckreiz &#8211; warum sich dein Pferd schubbert</a>.</p>
<p>Du solltest auf keinen Fall tatenlos zusehen, wie sich dein Pferd wund scheuert, sondern ihm durch die drei Schritte Insektenschutz, Hautpflege und Fütterungs-/Umgebungsmanagement die Sommermonate erleichtern.</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://pferdepraxiswissen.de/sommerekzem-beim-pferd-leitfaden/">Sommerekzem beim Pferd &#8211; ein Leitfaden</a> erschien zuerst auf <a href="https://pferdepraxiswissen.de">pferdepraxiswissen.de</a>.</p>
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		<title>Kolik im Winter vermeiden</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/kolik-im-winter-vermeiden/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jan 2023 13:50:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
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		<category><![CDATA[haltung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Erfahre wie du Koliken im Winter vorbeugen kannst.</p>
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<h1>Wie kannst du eine Kolik im Winter vermeiden?</h1></div>
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				<span class="et_pb_image_wrap "><img decoding="async" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2023/01/Kolik-im-winter-vermeiden.jpg" alt="" title="Kolik-im-winter-vermeiden" height="auto" width="auto" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2023/01/Kolik-im-winter-vermeiden.jpg 720w, https://pferdepraxiswissen.de/storage/2023/01/Kolik-im-winter-vermeiden-480x320.jpg 480w" sizes="(min-width: 0px) and (max-width: 480px) 480px, (min-width: 481px) 720px, 100vw" class="wp-image-2701" /></span>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>&nbsp;</p>
<p class="_04xlpA direction-ltr align-center para-style-body"><strong><span class="S1PPyQ">Wusstest Du, dass es eine typische &#8222;Winter-Kolik&#8220; gibt? Auch wenn ganz viele verschiedene Gründe zu einer Kolik führen können, werden wir Tierärztinnen und Tierärzte im Winter besonders häufig</span></strong><span class="S1PPyQ"><strong> zu Pferden mit einer schmerzhaften Verstopfungskolik (Obstipation) gerufen. Ein Problem, das du vermeiden kannst!</strong><br /> </span></p>
<h2></h2>
<h2>So entsteht eine Verstopfungskolik</h2>
<p><span class="S1PPyQ">Meist entsteht eine Verstopfungskolik aus dem Zusammenspiel mehrerer Faktoren, und diese Faktoren kommen jahreszeitlich bedingt eher (aber nicht nur) in den Wintermonaten vor.<br /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>1. Wenig Trinken</h3>
<p>Wenn die Temperaturen sinken und das Wasser in Selbsttränke oder Bottich kalt wird, trinken viele Pferde nur noch sehr kleine Mengen. Das eiskalte Wasser scheint vielen nicht angenehm zu sein, ganz besonders dann, wenn das Pferd bereits Zahnprobleme oder Entzündungen in der Maulhöhle hat. Der Kältereiz an einem erkrankten Zahn scheint Pferden ebenso unangenehm zu sein wie uns Menschen.</p>
<p>Wenn im Stall ein ein beheiztes Tränksystem verbaut wurde, verhindert dies zwar, dass das Wasser im Winter einfriert (was gut ist!), aber es erwärmt das Wasser nicht genug um es<br /> empfindlichen Pferden wirklich schmackhaft zu machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3></h3>
<h3>2. Wenig Bewegung</h3>
<p>Wetterbedingt werden die meisten Pferde im Winterhalbjahr weniger gezielt trainiert und weniger häufig bewegt. Kommen dann noch geschlossene Paddocks, Glatteis oder holprig gefrorene Untergründe dazu, wird das Lauftier Pferd zu einem ungesunden Stehtag &#8211; oder schlimmer noch ganzen Stehwochen gezwungen. Auch ein Offenstallpferd bewegt sich dann nicht immer ausreichend!</p>
<p>Obwohl der Darm sein eigenes Nervensystem besitzt und damit die Verdauungsvorgänge und Darmbewegungen steuert, kann mangelnde Bewegung auch den Darm träger werden lassen. Das begünstig dann die Anschoppung der Futterbreis im Dickdarm und eine Verstopfung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>3. Viel Stroh</h3>
<p>Streut man dann bei kalter Witterung zusätzlich die Box noch großzügig mit frischem Stroh ein, ist eine Kolik fast schon vorprogrammiert. Die Pferde fressen in ihrer Winter-Langeweile mehr Stroh als ihnen gut tut, und das darin enthaltene holzige Lignin können sie nicht verdauuen. Der Futterbrei im Darm ist also zu trocken und sehr faserhaltig, was den Weitertransport zusätzlich erschwert.</p>
<p>Pferde haben bekanntlich einen beeindruckend langen Darm, der Anteil in dem Verstopfungen am häufigsten auftreten, ist der Dickdarm. Der Dickdarm hat zwar ansich einen großen Durchmesser, allerdings hat er einige wenige Engstellen &#8211; und an denen kann sich eine Verstopfung bilden. Eine der Engstellen &#8211; die sogenannte Beckenflexur des Grimmdarms, liegt relativ weit hinten in der Bauchhöhle &#8211; wie der Name schon sagt (fast) im Becken. Das hat bei der Kolikuntersuchung einen großen Vorteil &#8211; man kann als Tierärztin/Tierarzt nämlich ertasten, wenn sich hier Futter anstaut und die Kolik auslöst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Vorbeugungsmaßnahmen gegen Kolik im Winter</h2>
<h2></h2>
<p><span class="S1PPyQ">Mit drei Maßnahmen kannst du das Risiko für eine Verstopfungskolik im Winter deutlich verringern. Erstens kannst du deinem Pferd eine weitere Trinkmöglichkeit mit <strong>handwarmem Wasser</strong> zur Verfügung stellen, um ihm die Flüssigkeitsaufnahme so angenehm wie möglich zu machen. Sorge außerdem auch im Winter für regelmäßige und <strong>ausreichende Bewegung</strong> in allen Gangarten, das bringt auch den Darm in Schwung. Und &#8211; drittens &#8211; streue lieber nicht allzu viel frisches Stroh auf einen Schlag in die Box. Besser sind <strong>kleinere Portionen Stroh</strong> und/oder eine Kombination mit nicht fressbarer Einstreu wie Holzspäne.<br /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="_04xlpA direction-ltr align-center para-style-body"></div>
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