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	<title>krankheiten Archive - pferdepraxiswissen.de</title>
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	<description>Wissenswertes aus der Pferdepraxis</description>
	<lastBuildDate>Tue, 10 Sep 2024 09:34:17 +0000</lastBuildDate>
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	<title>krankheiten Archive - pferdepraxiswissen.de</title>
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		<title>Atypische Weidemyopathie – selten aber gefährlich!</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/atypische-weidemyopathie-selten-aber-gefaehrlich/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doreen Hörnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Sep 2024 21:26:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Fütterung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>&#8230;..und wie du dein Pferd davor schützen kannst &#160; Der Anruf kam kurz nach Feierabend &#160; Ein Pferd sei krank, ziemlich krank, und ob ich nicht bitte noch vorbeikommen könne, direkt zur Wiese, es könne nicht mehr laufen. Auf der Fahrt zur recht abgelegenen Bergwiese ging ich im Kopf verschiedene Ursachen durch, für ein Pferd, [&#8230;]</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h4>&#8230;..und wie du dein Pferd davor schützen kannst</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2><strong>Der Anruf kam kurz nach Feierabend</strong></h2>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein Pferd sei krank, ziemlich krank, und ob ich nicht bitte noch vorbeikommen könne, direkt zur Wiese, <b>es könne nicht mehr laufen</b>.</p>
<p>Auf der Fahrt zur recht abgelegenen Bergwiese ging ich im Kopf <b>verschiedene Ursachen</b> durch, für ein Pferd, dass nicht mehr laufen kann. Hatte es möglicherweise ein Hufgeschwür? Eine Hufrehe? Oder sogar ein Bein gebrochen? Oder steckte etwas ganz anderes dahinter? Eine Kolik vielleicht mit starken Bauchschmerzen?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als ich ankam erwartete mich im Halbdunkel ein trauriges Bild: <b>der braune Wallach war nassgeschwitzt, matt, der Kopf hing kurz über dem Boden, er atmete schwer und wollte sich absolut nicht mehr bewegen</b>. Ich ging hin, sprach ein paar tröstende Worte und begann ihn zu untersuchen. Ein weiteres Mal ging ich im Kopf alle Differentialdiagnosen durch: Kolik? Rehe? Fieber? Aber keine wollte so recht passen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ein sichtbar schwer krankes Pferd, und <b>ich konnte einfach den Grund nicht finden</b>. Das machte mich innerlich verrückt, aber ich versuchte ruhig zu bleiben und den sehr besorgten Besitzern zu erklären, dass wir mehr Untersuchungen durchführen müssten um zu einer Diagnose zu kommen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich nahm also dem Pferd Blut ab, fuhr so schnell es die kurvenreiche Straße zuließ zurück zur Praxis und <b>bekam in unserem Labor schließlich die Antwort</b>: das Pferd hatte ein <b>hochgradigen Kreuzverschlag</b>! Bei dieser Krankheit sterben schlagartig sehr viele Muskelzellen ab, was erstens furchtbar weh tut und zweitens innerhalb kurzer Zeit zu einem Nierenversagen führen kann. Und das erklärte auch die Symptome: Schwitzen, Schwäche, nicht laufen wollen, Schmerzen im ganzen Körper, brauner Urin.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und wo kam der Kreuzverschlag so plötzlich her, bei einem Pferd, das wie die Wochen zuvor einfach nur auf der Wiese stand? Auch dafür fanden wir die Antwort. Als die Weide größtenteils leer gefressen war, begannen die Pferde auch die Dinge anzuknabbern, die sie vorher nicht angerührt hatten. Unter anderem ausgekeimte Mini-<b>Bergahorn</b> Pflänzchen. Das Pferd hatte wahrscheinlich größere Mengen dieser <b>Keimlinge</b> gefressen, die eine Substanz namen Hypoglycin A enthalten. Und dieses Hypoglycin A kann zu einem „<b>untypischen Kreuzverschlag auf der Weide</b>“ führen, der sogenannten <b>atypischen Weidemyopathie</b>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich kannte diese Erkrankung bis dahin nur aus Fachbüchern und Vorlesungen, hatte aber nie ein betroffenes Pferd gesehen. Das mag daran liegen, dass die Giftmenge in den Pflanzen nicht jedes Jahr gleich hoch ist und die Bergahornbäume auch nicht jedes Jahr gleich viele Samen produzieren (die dann auskeimen können). Zumindest fällt auf, dass es teilweise jahrelang keine Fälle der Weidemyopathie gibt und dann wieder in einem Herbst mehrere Fälle.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><b>Warum ich diese Geschichte heute mit dir teile? Damit du daraus lernen kannst</b>. Du kannst aus diesem Fall mitnehmen, wie wichtig es ist die Weidesaison im Herbst irgendwann zu beenden ODER ausreichend <b>Heu zuzufüttern</b>, damit kein Pferd hungert und Giftpflanzen nascht. Denn betroffene Pferde stehen fast immer auf ungepflegten, abgegrasten Weiden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und du kannst daraus mitnehmen (besonders wenn du selbst Tierärzin bist), dass man im Herbst eine <b>weitere Differentialdiagnose für ein schwer krankes, bewegungsunfähiges Pfer</b>d im Hinterkopf haben sollte: nämlich die der atypischen Weidemyopathie.</p>
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		<title>Wieviel schwitzen Pferde?</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/wieviel-schwitzt-dein-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Doreen Hörnig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 07 Jul 2024 08:37:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
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Schmerzen), aber um die soll es hier nicht gehen.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;Schwitzen ist f\u00fcr Pferde lebenswichtig&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Genau wie wir Menschen m\u00fcssen auch Pferde schwitzen, um ihre &lt;strong&gt;K\u00f6rpertemperatur zu regulieren&lt;\/strong&gt;. W\u00e4hrend Hunde durch Hecheln \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme abgeben, sind Pferde auf das Schwitzen angewiesen. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Denn durch die Verdunstung an der K\u00f6rperoberfl\u00e4che k\u00f6nnen sie \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme abgeben. Die meisten Schwei\u00dfdr\u00fcsen befinden sich \u00fcbrigens an &lt;strong&gt;Hals, Schulter und Unterbauch&lt;\/strong&gt; &#8211; deshalb wird hier das Fell als erstes feucht und trocknet als letztes.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Je w\u00e4rmer es ist und je mehr dein Pferd k\u00f6rperlich leisten muss, desto mehr Schweiss produziert es.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Dass Schweiss mehr ist als nur Wasser, kannst du dir sicher vostellen. Denn wer kennt nicht den schlagsahneartigen schaumigen Schweiss zwischen den Hinterbacken und die eingetrockneten Salzreste in der Sattellage nach einem Sommerritt.\u00a0 &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Beim Schwitzen verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch wichtige &lt;strong&gt;Elektrolyte wie Natrium, Chlorid und Kalium&lt;\/strong&gt;.\u00a0 Diese Verluste m\u00fcssen dann \u00fcber das Futter wieder ausgeglichen werden.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;Der Schwei\u00df-Score: Wie viel Schwitzen ist normal?&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wie viel Schwei\u00df dein Pferd beim Reiten verliert, gibt es den sogenannten Schwei\u00df-Score nach Zeyner et al. (2014). Die Zahlen beziehen sich auf ein Pferd mit ca. 600 kg K\u00f6rpergewicht:&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 1&lt;\/strong&gt; (1-4l Schwei\u00dfverlust): Fl\u00e4che unter dem Sattel teilweise trocken, teilweise dunkle, klebrige und feuchte Areale. Halsbereich klebrig, Flanken dunkler als normal.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;\u00a0&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;2\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 2&lt;\/strong&gt; (4-7l Schwei\u00dfverlust): Fl\u00e4che unter dem Sattel und Areale am Hals nass. Evt. kleine wei\u00dfe Areale an den Schabrackenr\u00e4ndern infolge von Schaumbildung. Reibungsfl\u00e4chen zwischen Hals und Z\u00fcgel sowie zwischen den Innenschenkeln k\u00f6nnen infolge Schaumbildung wei\u00df sein.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;\u00a0&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;3\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 3&lt;\/strong&gt; (7-9l Schwei\u00dfverlust): Trense hinterl\u00e4sst einen deutlichen feuchten Abdruck, h\u00e4ufig mit Schaumbildung an Backenst\u00fcck und Nasenriemen. Hals und Fl\u00e4che unter Sattel und Gurt durchg\u00e4ngig nass. Flanken deutlich feucht.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;\u00a0&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;4\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 4&lt;\/strong&gt; (9-12l Schwei\u00dfverlust): Hals und Flanken komplett nass. Feuchte, dunkle Falten \u00fcber den Augen. Bei stark bemuskelten oder dicken Pferden zwischen den Hinterschenkeln aufgrund von Schaumbildung wei\u00df.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;\u00a0&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;5\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 5&lt;\/strong&gt; (12-18l Schwei\u00dfverlust): Pferde zus\u00e4tzlich \u00fcber dem Auge und unter dem Bauch tropfend nass.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;div id=\&quot;attachment_4103\&quot; style=\&quot;width: 310px\&quot; class=\&quot;wp-caption aligncenter\&quot;&gt;&lt;img aria-describedby=\&quot;caption-attachment-4103\&quot; class=\&quot;wp-image-4103 size-medium\&quot; src=\&quot;https:\/\/pferdepraxiswissen.de\/storage\/2024\/07\/Pferd_Schitzen-300x225.jpg\&quot; alt=\&quot;Pferd mit verschwitzem Fell\&quot; width=\&quot;300\&quot; height=\&quot;225\&quot; \/&gt;&lt;p id=\&quot;caption-attachment-4103\&quot; class=\&quot;wp-caption-text\&quot;&gt;&lt;em&gt;Ein Pferd mit verschwitztem Fell. Auch Hals und Flanke sind nass geschwitzt (Schweiss-Score 4)&lt;\/em&gt;&lt;\/p&gt;&lt;\/div&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Elektrolyte und Wasser m\u00fcssen ersetzt werden&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Mit jedem Liter Schwei\u00df verliert dein Pferd wichtige Elektrolyte. Deshalb ist es essenziell, dass du nicht nur genug &lt;strong&gt;Trinkwasser&lt;\/strong&gt;, sondern auch einen &lt;strong&gt;Salzleckstein&lt;\/strong&gt; zur Verf\u00fcgung stellst. &lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Schwitzt dein Pferd im Training regelm\u00e4\u00dfig sehr viel&lt;\/strong&gt; (z.B. Schwei\u00df-Score 3), solltest du zus\u00e4tzlich zum Salzleckstein auch noch loses &lt;strong&gt;Viehsalz ohne Zusatz von Jod und Fluorid&lt;\/strong&gt; in einer &lt;strong&gt;Menge von 10-35g pro 100kg K\u00f6rpergewicht&lt;\/strong&gt; zuf\u00fcttern. &lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;So stellst du die Natrium- und Chloridversorgung sicher. Den &lt;strong&gt;Kalium-Verlust kann dein Pferd \u00fcber Gras oder Heu zum Gl\u00fcck selbst gut ausgleichen.&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;\u00a0&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;Achtung: Gefahr durch Dehydration&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kann der K\u00f6rper den Schwei\u00dfverlust nach starker Belastung nicht kompensieren, wird es gef\u00e4hrlich.&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; Es drohen Austrocknung (Dehydration), \u00dcberhitzung, Muskelkr\u00e4mpfe und St\u00f6rungen wie das synchrone Zwerchfellflattern&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Achte also unbedingt darauf, dass dein Pferd immer genug trinkt und Elektrolyte zu sich nimmt&lt;\/span&gt;.&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Wie kann ich meinem Pferd bei gro\u00dfer Hitze helfen?&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;1. Ausreichend Trinken sicherstellen&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Dein Pferd sollte jederzeit Zugang zu frischem und sauberem Trinkwasser haben. Bist du auch auf l\u00e4ngeren Ritten oder Turnieren unterwegs, gew\u00f6hne dein Pferd daran, aus unterschiedlichen Beh\u00e4ltern zu trinken. An hei\u00dfen Tagen kann ein Gro\u00dfpferd bis zu 100 Liter Wasser ben\u00f6tigen!&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;b&gt;\u00a0&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;2. Elektrolyte im Auge behalten&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Mit jedem Liter Schwei\u00df verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte wie Natrium, Chlorid, und Kalium. Diese Verluste muss dein Pferd ausgleichen k\u00f6nnen. Ein Salzleckstein im Stall ist eine gute Basis.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; F\u00fcr diejenigen Pferde, die im Training regelm\u00e4\u00dfig stark schwitzen (zum Beispiel Schwei\u00dfscore 3 und h\u00f6her), ist es empfehlenswert, zus\u00e4tzlich loses Viehsalz (ohne Jod und Fluorid) der Futterration beizumischen.\u00a0&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;b&gt;\u00a0&lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;3. Training anpassen und f\u00fcr Schatten sorgen&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Um dein Pferd vor \u00dcberhitzung und Dehydration zu sch\u00fctzen, passe das Training\u00a0 an die Au\u00dfenbedingungen an. Erspare euch beiden intensive Einheiten in der gr\u00f6\u00dften Mittagshitze und reite beispielsweise lieber fr\u00fch morgens oder abends.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; Sorge daf\u00fcr, dass dein Pferd tags\u00fcber immer Zugang zu Schattenbereichen hat, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Das kann ein Unterstand sein, aber auch gro\u00dfe Laubb\u00e4ume sind sehr beliebte Schattenspender.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Fazit: Schwitzen ist f\u00fcr Pferde \u00fcberlebenswichtig&lt;strong&gt;&lt;br \/&gt; &lt;\/strong&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Schwitzen ist f\u00fcr Pferde keine Nebens\u00e4chlichkeit, sondern eine \u00fcberlebenswichtige Funktion. Bei hohen Temperaturen und intensivem Training solltest du&lt;\/span&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; das Schwitzverhalten deines Pferdes genau im Blick haben und es vor \u00dcberanstrengung und Dehydration sch\u00fctzen. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Ganz besonders wichtig ist dies, wenn dein Pferd schon 20 Jahre oder \u00e4lter ist, denn im Alter f\u00e4llt es den Pferden meist schwerer, \u00fcbersch\u00fcssige K\u00f6rpertemperatur loszuwerden.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&nbsp;&lt;\/p&gt;&quot;,&quot;tablet&quot;:&quot;&quot;,&quot;phone&quot;:&quot;&lt;h1&gt;&lt;strong&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/h1&gt;\n&lt;h1&gt;&lt;strong&gt;Wieviel schwitzt dein Pferd?&lt;br \/&gt; &lt;\/strong&gt;&lt;\/h1&gt;\n\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Kennst du das auch? Die Sonne knallt vom Himmel, der Reitplatz gleicht einer Staubw\u00fcste und der letzte Schluck lauwarme Apfelschorle bringt auch nicht viel Erfrischung. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Dir l\u00e4uft schon beim Gehen der Schwei\u00df nur so den R\u00fccken runter \u2013 und auch dein Pferde kommt bei solchen Temperaturen ganz sch\u00f6n ins Schwitzen! Aber warum tun wir das eigentlich?&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;Zwar gibt es auch andere Gr\u00fcnde als Hitze &amp; Anstrengung, die ein Pferd zum Schwitzen bringen k\u00f6nnen (z.B. Schmerzen), aber um die soll es hier nicht gehen.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h2&gt;Schwitzen ist f\u00fcr Pferde lebenswichtig&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Genau wie wir Menschen m\u00fcssen auch Pferde schwitzen, um ihre &lt;strong&gt;K\u00f6rpertemperatur zu regulieren&lt;\/strong&gt;. W\u00e4hrend Hunde durch Hecheln \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme abgeben, sind Pferde auf das Schwitzen angewiesen. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Denn durch die Verdunstung an der K\u00f6rperoberfl\u00e4che k\u00f6nnen sie \u00fcbersch\u00fcssige W\u00e4rme abgeben. Die meisten Schwei\u00dfdr\u00fcsen befinden sich \u00fcbrigens an &lt;strong&gt;Hals, Schulter und Unterbauch&lt;\/strong&gt; - deshalb wird hier das Fell als erstes feucht und trocknet als letztes.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Je w\u00e4rmer es ist und je mehr dein Pferd k\u00f6rperlich leisten muss, desto mehr Schweiss produziert es.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Dass Schweiss mehr ist als nur Wasser, kannst du dir sicher vostellen. Denn wer kennt nicht den schlagsahneartigen schaumigen Schweiss zwischen den Hinterbacken und die eingetrockneten Salzreste in der Sattellage nach einem Sommerritt.  &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Beim Schwitzen verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch wichtige &lt;strong&gt;Elektrolyte wie Natrium, Chlorid und Kalium&lt;\/strong&gt;.  Diese Verluste m\u00fcssen dann \u00fcber das Futter wieder ausgeglichen werden.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h2&gt;Der Schwei\u00df-Score: Wie viel Schwitzen ist normal?&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Um einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, wie viel Schwei\u00df dein Pferd beim Reiten verliert, gibt es den sogenannten Schwei\u00df-Score nach Zeyner et al. (2014). Die Zahlen beziehen sich auf ein Pferd mit ca. 600 kg K\u00f6rpergewicht:&lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 1&lt;\/strong&gt; (1-4l Schwei\u00dfverlust): Fl\u00e4che unter dem Sattel teilweise trocken, teilweise dunkle, klebrige und feuchte Areale. Halsbereich klebrig, Flanken dunkler als normal.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;2\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 2&lt;\/strong&gt; (4-7l Schwei\u00dfverlust): Fl\u00e4che unter dem Sattel und Areale am Hals nass. Evt. kleine wei\u00dfe Areale an den Schabrackenr\u00e4ndern infolge von Schaumbildung. Reibungsfl\u00e4chen zwischen Hals und Z\u00fcgel sowie zwischen den Innenschenkeln k\u00f6nnen infolge Schaumbildung wei\u00df sein.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;3\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 3&lt;\/strong&gt; (7-9l Schwei\u00dfverlust): Trense hinterl\u00e4sst einen deutlichen feuchten Abdruck, h\u00e4ufig mit Schaumbildung an Backenst\u00fcck und Nasenriemen. Hals und Fl\u00e4che unter Sattel und Gurt durchg\u00e4ngig nass. Flanken deutlich feucht.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;4\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 4&lt;\/strong&gt; (9-12l Schwei\u00dfverlust): Hals und Flanken komplett nass. Feuchte, dunkle Falten \u00fcber den Augen. Bei stark bemuskelten oder dicken Pferden zwischen den Hinterschenkeln aufgrund von Schaumbildung wei\u00df.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;b&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/b&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;ol start=\&quot;5\&quot;&gt;\n&lt;li&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt; Schwei\u00df-Score 5&lt;\/strong&gt; (12-18l Schwei\u00dfverlust): Pferde zus\u00e4tzlich \u00fcber dem Auge und unter dem Bauch tropfend nass.&lt;\/span&gt;&lt;\/li&gt;\n&lt;\/ol&gt;\n&lt;p&gt;&lt;div id=\&quot;attachment_4103\&quot; style=\&quot;width: 310px\&quot; class=\&quot;wp-caption aligncenter\&quot;&gt;&lt;img aria-describedby=\&quot;caption-attachment-4103\&quot; class=\&quot;wp-image-4103 size-medium\&quot; src=\&quot;https:\/\/pferdepraxiswissen.de\/storage\/2024\/07\/Pferd_Schitzen-300x225.jpg\&quot; alt=\&quot;Pferd mit verschwitzem Fell\&quot; width=\&quot;300\&quot; height=\&quot;225\&quot; \/&gt;&lt;p id=\&quot;caption-attachment-4103\&quot; class=\&quot;wp-caption-text\&quot;&gt;&lt;em&gt;Ein Pferd mit verschwitztem Fell. Auch Hals und Flanke sind nass geschwitzt (Schweiss-Score 4)&lt;\/em&gt;&lt;\/p&gt;&lt;\/div&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Elektrolyte und Wasser m\u00fcssen ersetzt werden&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Mit jedem Liter Schwei\u00df verliert dein Pferd wichtige Elektrolyte. Deshalb ist es essenziell, dass du nicht nur genug &lt;strong&gt;Trinkwasser&lt;\/strong&gt;, sondern auch einen &lt;strong&gt;Salzleckstein&lt;\/strong&gt; zur Verf\u00fcgung stellst. &lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;Schwitzt dein Pferd im Training regelm\u00e4\u00dfig sehr viel&lt;\/strong&gt; (z.B. Schwei\u00df-Score 3), solltest du zus\u00e4tzlich zum Salzleckstein auch noch loses &lt;strong&gt;Viehsalz ohne Zusatz von Jod und Fluorid&lt;\/strong&gt; in einer &lt;strong&gt;Menge von 10-35g pro 100kg K\u00f6rpergewicht&lt;\/strong&gt; zuf\u00fcttern. &lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;So stellst du die Natrium- und Chloridversorgung sicher. Den &lt;strong&gt;Kalium-Verlust kann dein Pferd \u00fcber Gras oder Heu zum Gl\u00fcck selbst gut ausgleichen.&lt;\/strong&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt; &lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h2&gt;Achtung: Gefahr durch Dehydration&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Kann der K\u00f6rper den Schwei\u00dfverlust nach starker Belastung nicht kompensieren, wird es gef\u00e4hrlich.&lt;\/strong&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; Es drohen Austrocknung (Dehydration), \u00dcberhitzung, Muskelkr\u00e4mpfe und St\u00f6rungen wie das synchrone Zwerchfellflattern&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Achte also unbedingt darauf, dass dein Pferd immer genug trinkt und Elektrolyte zu sich nimmt&lt;\/span&gt;.&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Wie kann ich meinem Pferd bei gro\u00dfer Hitze helfen?&lt;\/h2&gt;\n\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;1. Ausreichend Trinken sicherstellen&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Dein Pferd sollte jederzeit Zugang zu frischem und sauberem Trinkwasser haben. Bist du auch auf l\u00e4ngeren Ritten oder Turnieren unterwegs, gew\u00f6hne dein Pferd daran, aus unterschiedlichen Beh\u00e4ltern zu trinken. An hei\u00dfen Tagen kann ein Gro\u00dfpferd bis zu 100 Liter Wasser ben\u00f6tigen!&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;b&gt; &lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;2. Elektrolyte im Auge behalten&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Mit jedem Liter Schwei\u00df verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte wie Natrium, Chlorid, und Kalium. Diese Verluste muss dein Pferd ausgleichen k\u00f6nnen. Ein Salzleckstein im Stall ist eine gute Basis.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; F\u00fcr diejenigen Pferde, die im Training regelm\u00e4\u00dfig stark schwitzen (zum Beispiel Schwei\u00dfscore 3 und h\u00f6her), ist es empfehlenswert, zus\u00e4tzlich loses Viehsalz (ohne Jod und Fluorid) der Futterration beizumischen. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;&lt;b&gt; &lt;\/b&gt;&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;h3 style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;strong&gt;3. Training anpassen und f\u00fcr Schatten sorgen&lt;\/strong&gt;&lt;\/h3&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Um dein Pferd vor \u00dcberhitzung und Dehydration zu sch\u00fctzen, passe das Training  an die Au\u00dfenbedingungen an. Erspare euch beiden intensive Einheiten in der gr\u00f6\u00dften Mittagshitze und reite beispielsweise lieber fr\u00fch morgens oder abends.&lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p style=\&quot;padding-left: 30px;\&quot;&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; Sorge daf\u00fcr, dass dein Pferd tags\u00fcber immer Zugang zu Schattenbereichen hat, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung sch\u00fctzen zu k\u00f6nnen. Das kann ein Unterstand sein, aber auch gro\u00dfe Laubb\u00e4ume sind sehr beliebte Schattenspender.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n\n&lt;h2&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;h2&gt;Fazit: Schwitzen ist f\u00fcr Pferde \u00fcberlebenswichtig&lt;strong&gt;&lt;br \/&gt; &lt;\/strong&gt;&lt;\/h2&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Schwitzen ist f\u00fcr Pferde keine Nebens\u00e4chlichkeit, sondern eine \u00fcberlebenswichtige Funktion. Bei hohen Temperaturen und intensivem Training solltest du&lt;\/span&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt; das Schwitzverhalten deines Pferdes genau im Blick haben und es vor \u00dcberanstrengung und Dehydration sch\u00fctzen. &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&lt;p&gt;&lt;span style=\&quot;font-weight: 400;\&quot;&gt;Ganz besonders wichtig ist dies, wenn dein Pferd schon 20 Jahre oder \u00e4lter ist, denn im Alter f\u00e4llt es den Pferden meist schwerer, \u00fcbersch\u00fcssige K\u00f6rpertemperatur loszuwerden.&lt;br \/&gt; &lt;\/span&gt;&lt;\/p&gt;\n&quot;}},&quot;slug&quot;:&quot;et_pb_text&quot;}" data-et-multi-view-load-tablet-hidden="true" data-et-multi-view-load-phone-hidden="true"><h1><strong></strong></h1>
<h1><strong>Wieviel schwitzt dein Pferd?<br /> </strong></h1>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Kennst du das auch? Die Sonne knallt vom Himmel, der Reitplatz gleicht einer Staubwüste und der letzte Schluck lauwarme Apfelschorle bringt auch nicht viel Erfrischung. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dir läuft schon beim Gehen der Schweiß nur so den Rücken runter – und auch dein Pferde kommt bei solchen Temperaturen ganz schön ins Schwitzen! Aber warum tun wir das eigentlich?<br /> </span></p>
<p>Zwar gibt es auch andere Gründe als Hitze &amp; Anstrengung, die ein Pferd zum Schwitzen bringen können (z.B. Schmerzen), aber um die soll es hier nicht gehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Schwitzen ist für Pferde lebenswichtig</h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Genau wie wir Menschen müssen auch Pferde schwitzen, um ihre <strong>Körpertemperatur zu regulieren</strong>. Während Hunde durch Hecheln überschüssige Wärme abgeben, sind Pferde auf das Schwitzen angewiesen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Denn durch die Verdunstung an der Körperoberfläche können sie überschüssige Wärme abgeben. Die meisten Schweißdrüsen befinden sich übrigens an <strong>Hals, Schulter und Unterbauch</strong> &#8211; deshalb wird hier das Fell als erstes feucht und trocknet als letztes.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Je wärmer es ist und je mehr dein Pferd körperlich leisten muss, desto mehr Schweiss produziert es.<br /> </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Dass Schweiss mehr ist als nur Wasser, kannst du dir sicher vostellen. Denn wer kennt nicht den schlagsahneartigen schaumigen Schweiss zwischen den Hinterbacken und die eingetrockneten Salzreste in der Sattellage nach einem Sommerritt.  </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Beim Schwitzen verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch wichtige <strong>Elektrolyte wie Natrium, Chlorid und Kalium</strong>.  Diese Verluste müssen dann über das Futter wieder ausgeglichen werden.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Der Schweiß-Score: Wie viel Schwitzen ist normal?</h2>
<p><strong><b><span style="font-weight: 400;">Um einschätzen zu können, wie viel Schweiß dein Pferd beim Reiten verliert, gibt es den sogenannten Schweiß-Score nach Zeyner et al. (2014). Die Zahlen beziehen sich auf ein Pferd mit ca. 600 kg Körpergewicht:</span></b></strong></p>
<ol>
<li><span style="font-weight: 400;"><strong> Schweiß-Score 1</strong> (1-4l Schweißverlust): Fläche unter dem Sattel teilweise trocken, teilweise dunkle, klebrige und feuchte Areale. Halsbereich klebrig, Flanken dunkler als normal.</span></li>
</ol>
<p><strong><b><span style="font-weight: 400;"> </span></b></strong></p>
<ol start="2">
<li><span style="font-weight: 400;"><strong> Schweiß-Score 2</strong> (4-7l Schweißverlust): Fläche unter dem Sattel und Areale am Hals nass. Evt. kleine weiße Areale an den Schabrackenrändern infolge von Schaumbildung. Reibungsflächen zwischen Hals und Zügel sowie zwischen den Innenschenkeln können infolge Schaumbildung weiß sein.</span></li>
</ol>
<p><strong><b><span style="font-weight: 400;"> </span></b></strong></p>
<ol start="3">
<li><span style="font-weight: 400;"><strong> Schweiß-Score 3</strong> (7-9l Schweißverlust): Trense hinterlässt einen deutlichen feuchten Abdruck, häufig mit Schaumbildung an Backenstück und Nasenriemen. Hals und Fläche unter Sattel und Gurt durchgängig nass. Flanken deutlich feucht.</span></li>
</ol>
<p><strong><b><span style="font-weight: 400;"> </span></b></strong></p>
<ol start="4">
<li><span style="font-weight: 400;"><strong> Schweiß-Score 4</strong> (9-12l Schweißverlust): Hals und Flanken komplett nass. Feuchte, dunkle Falten über den Augen. Bei stark bemuskelten oder dicken Pferden zwischen den Hinterschenkeln aufgrund von Schaumbildung weiß.</span></li>
</ol>
<p><strong><b><span style="font-weight: 400;"> </span></b></strong></p>
<ol start="5">
<li><span style="font-weight: 400;"><strong> Schweiß-Score 5</strong> (12-18l Schweißverlust): Pferde zusätzlich über dem Auge und unter dem Bauch tropfend nass.</span></li>
</ol>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_4103" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-4103" class="wp-image-4103 size-medium" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/07/Pferd_Schitzen-300x225.jpg" alt="Pferd mit verschwitzem Fell" width="300" height="225" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-300x225.jpg 300w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-1024x768.jpg 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-768x576.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-1536x1152.jpg 1536w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-2048x1536.jpg 2048w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-510x382.jpg 510w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-1080x810.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-1280x960.jpg 1280w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-980x735.jpg 980w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/07/Pferd_Schitzen-480x360.jpg 480w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-4103" class="wp-caption-text"><em>Ein Pferd mit verschwitztem Fell. Auch Hals und Flanke sind nass geschwitzt (Schweiss-Score 4)</em></p></div></p>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2></h2>
<h2>Elektrolyte und Wasser müssen ersetzt werden</h2>
<p><strong><span style="font-weight: 400;">Mit jedem Liter Schweiß verliert dein Pferd wichtige Elektrolyte. Deshalb ist es essenziell, dass du nicht nur genug <strong>Trinkwasser</strong>, sondern auch einen <strong>Salzleckstein</strong> zur Verfügung stellst. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: 400;"><strong>Schwitzt dein Pferd im Training regelmäßig sehr viel</strong> (z.B. Schweiß-Score 3), solltest du zusätzlich zum Salzleckstein auch noch loses <strong>Viehsalz ohne Zusatz von Jod und Fluorid</strong> in einer <strong>Menge von 10-35g pro 100kg Körpergewicht</strong> zufüttern. </span></strong></p>
<p><strong><span style="font-weight: 400;">So stellst du die Natrium- und Chloridversorgung sicher. Den <strong>Kalium-Verlust kann dein Pferd über Gras oder Heu zum Glück selbst gut ausgleichen.</strong></span></strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<h2>Achtung: Gefahr durch Dehydration</h2>
<p><strong>Kann der Körper den Schweißverlust nach starker Belastung nicht kompensieren, wird es gefährlich.</strong></p>
<p><span style="font-weight: 400;"> Es drohen Austrocknung (Dehydration), Überhitzung, Muskelkrämpfe und Störungen wie das synchrone Zwerchfellflattern</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Achte also unbedingt darauf, dass dein Pferd immer genug trinkt und Elektrolyte zu sich nimmt</span>.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2></h2>
<h2>Wie kann ich meinem Pferd bei großer Hitze helfen?</h2>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="padding-left: 30px;"><strong>1. Ausreichend Trinken sicherstellen</strong></h3>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;">Dein Pferd sollte jederzeit Zugang zu frischem und sauberem Trinkwasser haben. Bist du auch auf längeren Ritten oder Turnieren unterwegs, gewöhne dein Pferd daran, aus unterschiedlichen Behältern zu trinken. An heißen Tagen kann ein Großpferd bis zu 100 Liter Wasser benötigen!</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;"><b> </b></span></p>
<h3 style="padding-left: 30px;"><strong>2. Elektrolyte im Auge behalten</strong></h3>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;">Mit jedem Liter Schweiß verliert dein Pferd nicht nur Wasser, sondern auch lebenswichtige Elektrolyte wie Natrium, Chlorid, und Kalium. Diese Verluste muss dein Pferd ausgleichen können. Ein Salzleckstein im Stall ist eine gute Basis.</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;"> Für diejenigen Pferde, die im Training regelmäßig stark schwitzen (zum Beispiel Schweißscore 3 und höher), ist es empfehlenswert, zusätzlich loses Viehsalz (ohne Jod und Fluorid) der Futterration beizumischen. </span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;"><b> </b></span></p>
<h3 style="padding-left: 30px;"><strong>3. Training anpassen und für Schatten sorgen</strong></h3>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;">Um dein Pferd vor Überhitzung und Dehydration zu schützen, passe das Training  an die Außenbedingungen an. Erspare euch beiden intensive Einheiten in der größten Mittagshitze und reite beispielsweise lieber früh morgens oder abends.</span></p>
<p style="padding-left: 30px;"><span style="font-weight: 400;"> Sorge dafür, dass dein Pferd tagsüber immer Zugang zu Schattenbereichen hat, um sich vor direkter Sonneneinstrahlung schützen zu können. Das kann ein Unterstand sein, aber auch große Laubbäume sind sehr beliebte Schattenspender.<br /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2></h2>
<h2>Fazit: Schwitzen ist für Pferde überlebenswichtig<strong><br /> </strong></h2>
<p><span style="font-weight: 400;">Schwitzen ist für Pferde keine Nebensächlichkeit, sondern eine überlebenswichtige Funktion. Bei hohen Temperaturen und intensivem Training solltest du</span><span style="font-weight: 400;"> das Schwitzverhalten deines Pferdes genau im Blick haben und es vor Überanstrengung und Dehydration schützen. </span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Ganz besonders wichtig ist dies, wenn dein Pferd schon 20 Jahre oder älter ist, denn im Alter fällt es den Pferden meist schwerer, überschüssige Körpertemperatur loszuwerden.<br /> </span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p></div>
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		<title>Spat beim Pferd</title>
		<link>https://pferdepraxiswissen.de/spat-beim-pferd/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Lena]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Jun 2024 11:56:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Altes Pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Lahmheit]]></category>
		<category><![CDATA[altes pferd]]></category>
		<category><![CDATA[Arthrose]]></category>
		<category><![CDATA[krankheiten]]></category>
		<category><![CDATA[Spat]]></category>
		<category><![CDATA[training]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><h2><strong></strong></h2>
<h2><strong></strong><strong>Spat beim Pferd</strong></h2>
<p>Dein Pferd hat die Diagnose Spat bekommen – oder du vermutest, dass es Spat haben könnte? Dann lass uns einmal genauer schauen, was das ist und wie du dein Pferd unterstützen kannst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Was ist Spat eigentlich genau?</strong></h3>
<p>Vereinfacht gesagt bedeutet Spat: Arthrose im Sprunggelenk. Genauer gesagt ist es Arthrose in einem bestimmten Abschnitt des Sprunggelenks, denn dieses setzt sich aus mehreren Gelenken zusammen.</p>
<p>Schau dir einmal ein laufendes Pferd von der Seite an – dann siehst du bei jedem Schritt wie das Sprunggelenk gebeugt und gestreckt wird. Diese Beugung und Streckung erfolgt im <em>oberen</em> Teil des Sprunggelenks im Bereich der Rollkämme.</p>
<p>Der untere Teil des Sprunggelenks dagegen besteht aus mehreren kleinen Knochen und Gelenkspalten, die in sich selbst ziemlich unbeweglich sind und <em>keine</em> Beugebewegung machen. Deshalb heißen die Gelenke im unteren Teil des Sprunggelenks auch <em>straffe Gelenke</em>. Und Spat ist die Bezeichnung für eine Arthrose der straffen Sprunggelenke.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Symptome von Spat</strong></h3>
<p>Es gibt einige Symptome, die typisch sind für ein Pferd mit Spat. Meistens entwickeln sie sich eher schleichend, und es gibt gute und schlechte Tage. Zu den häufigsten Anzeichen gehören:</p>
<ul>
<li><strong>Steifer Gang</strong>: die Hinterbeine wirken steif und machen nur kurze Schritte.</li>
<li><strong>Lahmheit</strong>: Eine Lahmheit an einer oder beiden Hinterbeinen. Die Lahmheit kann phasenweise oder dauerhaft sichtbar sein.</li>
<li><strong>Einlaufen</strong>: meist laufen die Pferde mit Spat nach einer Ruhepause (Nacht, Box, Liegen) eher schlecht. Nach einigen Minuten Bewegung laufen sie sich aber ein und werden geschmeidiger.</li>
<li><strong>Schwellung</strong>: In fortgeschrittenen Fällen sieht man eine Schwellung <em>innen unten</em> am Sprunggelenk. Auf dem Foto unten kannst du das sehen.</li>
</ul>
<p>Spat ist eine degenerative Erkrankung, bei der es durch den Gelenkverschleiß zu Entzündungen, Knochenabbau- und Knochenzubauprozessen kommt.</p>
<p>Besonders die entstehenden knöchernen Zubildungen an den Gelenkrändern (Osteophyten) und Bezirke mit Knochenresorption sind später dann auch im Röntgen sichtbar. Die Erkrankungen schreitet mit den Jahren voran und kann zu einer kompletten Verknöcherung der straffen Sprunggelenke führen (die dann erstaunlicherweise meistens weniger schmerzhaft ist).</p>
<p><div id="attachment_3917" style="width: 310px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3917" class="size-medium wp-image-3917" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/spat-pfeile-300x300.png" alt="Spat Pferd" width="300" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-300x300.png 300w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-1024x1024.png 1024w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-150x150.png 150w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-768x768.png 768w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-980x980.png 980w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile-480x480.png 480w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/spat-pfeile.png 1080w" sizes="(max-width: 300px) 100vw, 300px" /><p id="caption-attachment-3917" class="wp-caption-text">Typische Schwellung bei einem Pferd mit Spat</p></div></p>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong></strong></h3>
<h3><strong>Ursachen von Spat</strong></h3>
<p>Wie so oft gibt es nicht nur eine Ursache, sondern die Kombination von verschiedenen Faktoren erhöht das Risiko für dein Pferd, zu erkranken.</p>
<ul>
<li><strong>Genetische Veranlagung</strong>: Einige Pferderassen sind anfälliger für Spat als andere, insbesondere solche mit einer genetischen Prädisposition für Gelenkprobleme.</li>
<li><strong>Überbelastung</strong>: Intensive Arbeit, insbesondere auf harten Böden oder unebenem Gelände, aber auch bestimmte Lektionen/Manöver können das Sprunggelenk überlasten und zu degenerativen Veränderungen führen.</li>
<li><strong>Fehlstellungen: </strong>Fehlstellungen der Beine können die Belastung auf das Sprunggelenk erhöhen. Besonders bei Pferden, die etwas „fassbeinig“ stehen und die Hinterbeine beim Aufsetzen drehen stelle ich häufig Spat fest.</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Diagnose von Spat</strong></h3>
<p>Wenn du ein oder mehrere typische Spatsymptome bei deinem Pferd feststellt, wird deine Tierärztin oder dein Tierarzt dir wahrscheinlich zu einer <strong>Lahmheitsuntersuchung und Röntgenbildern</strong> raten.</p>
<p>Dabei wird dein Pferd im Stand und in der Bewegung angeschaut und möglicherweise auch gebeugt. Viele Pferde mit Spat reagieren zum Beispiel sehr schmerzhaft auf eine <strong>Beugeprobe des Sprunggelenks</strong>.</p>
<p>Sind beim Spat Röntgen (noch) keine deutlichen Befunde sichtbar, kann durch eine gezielte <strong>Anästhesie</strong> der Spatgelenke festgestellt werden, ob hier dennoch die Ursache des Schmerzes ist. Dies muss wie jede Gelenkanästhesie streng steril durchgeführt werden und wird deshalb von einigen Tierärzten in der Außenpraxis nicht angeboten.</p>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Spat Röntgen</strong></h3>
<p>Beim Verdacht auf Spat ist es sinnvoll, Röntgenbilder des Sprunggelenks zu machen. Dabei reicht meistens nicht nur ein Bild, sondern wir brauchen <strong>Röntgenbilder in drei bis vier verschiedenen Projektionsrichtungen</strong>.</p>
<p>Im Röntgen wird dann deutlich, ob und wie sehr der Knochen und die Gelenkspalten der straffen Sprunggelenksreihen verändert sind.</p>
<p>Bei jedem Spat Röntgen frage ich mich: gibt es Zubildungen und Randwülste an den Gelenkspalten? Sind die Gelenkspalten sichtbar und durchgängig oder bereits komplett verknöchert?</p>
<p>Gibt es Bereiche mit geringerer Knochendichte (Osteolyse) oder Knochenfrass? Gibt es andere Veränderungen am Sprunggelenk, die nicht zum Spat gehören? Und wie sieht eigentlich das Partnerbein aus?</p>
<p><div id="attachment_3953" style="width: 260px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3953" class="size-medium wp-image-3953" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-250x300.jpg" alt="Röntgen Spat " width="250" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-250x300.jpg 250w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-854x1024.jpg 854w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-768x921.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1281x1536.jpg 1281w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1708x2048.jpg 1708w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213-1080x1295.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/05/Glimmann_Dario-scaled-e1717265880213.jpg 1779w" sizes="(max-width: 250px) 100vw, 250px" /><p id="caption-attachment-3953" class="wp-caption-text">Röntgenbild eines Pferdes ohne Spat</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><div id="attachment_3954" style="width: 283px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" aria-describedby="caption-attachment-3954" class="size-medium wp-image-3954" src="https://pferdepraxiswissen.de/storage/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-273x300.jpg" alt="Röntgen Spat" width="273" height="300" srcset="https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-273x300.jpg 273w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-931x1024.jpg 931w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-768x845.jpg 768w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-1397x1536.jpg 1397w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314-1080x1188.jpg 1080w, https://pferdepraxiswissen.de/wp-content/uploads/2024/06/Ronsoehr_Haragan-e1717266048314.jpg 1764w" sizes="(max-width: 273px) 100vw, 273px" /><p id="caption-attachment-3954" class="wp-caption-text">Röntgenbild eines Pferdes mit Spat</p></div></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Spat behandeln<br /></strong></h3>
<p>Die Behandlung von Spat zielt darauf ab, die Symptome zu lindern und das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen. Dazu kommt meistens eine oder auch mehrere der folgenden Behandlungsmethoden zum Einsatz:</p>
<ul>
<li><strong>Entzündungshemmer</strong> (NSAIDs, z.B. Meloxicam oder Firocoxib): sie können in einer akuten Entzündungsphase den Schmerz lindern und deinem Pferd aus dem „Schub“ heraushelfen. Dein Pferd sollte unter Medikamenten aber selbstverständlich nicht geritten werden.</li>
<li><strong>Gelenkinjektionen</strong>: Kortikosteroide und Hyaluronsäure können direkt ins Gelenk injiziert werden, um in hoher Konzentration <em>direkt vor Ort im Gelenk</em> die Entzündungen zu lindern und die Funktion zu verbessern.</li>
<li><strong>Medikamente mit Wirkung auf den Knochenstoffwechsel</strong>: manche Pferde mit Spat reagieren sehr positiv auf spezielle Medikamente (Bisphosphonate), die den Knochenstoffwechsel beeinflussen.</li>
<li><strong>Physiotherapie und angepasstes Training</strong>: Physiotherapeutische Maßnahmen und kontrollierte Bewegung helfen deinem Pferd, die Mobilität zu erhalten und Muskeln zu erhalten. Regelmäßige Bewegung ist grundsätzlich sehr viel besser als stundenlanges in der Box stehen (außer in schmerzhaften Entzündungsphasen, da tut Ruhe gut!).</li>
<li><strong>Hufpflege und Beschlag</strong>: während manche Spat Pferde am besten barhuf zurecht kommen, laufen andere mit einem speziellen Spat Beschlag besser. Besprich dies am besten individuell für dein Pferd mit deiner Tierärztin/Tierarzt und demjenigen, der die Hufe bearbeitet.</li>
</ul>
<p><strong> </strong></p>
<h3><strong>Kurz gesagt</strong></h3>
<p>Die Diagnose Spat ist oft erstmal ein Schock – ganz besonders weil Spat unheilbar ist und mit der Zeit fortschreitet.</p>
<p>Viele Pferde kommen bei gutem Management aber gut damit zurecht und haben nur selten schmerzhafte „Schübe“, in denen sie Schonung brauchen.</p>
<p>Sie mögen zwar etwas steif wirken und ihre Einlaufzeit brauchen, sind dann aber durchaus gehfreudig und leistungsbereit. Und sollte es zu einer kompletten Verknöcherung der straffen Sprunggelenke kommen, sind dann einige Pferde sogar wieder komplett lahmfrei.</p>
<p><strong>Interessiert du dich für das Thema Lahmheiten?</strong> Dann schau dir mal meinen <a href="https://pferdepraxiswissen.de/warteliste-lahmheiten-erkennen/">Workshop „Schritt für Schritt &#8211; Lahmheiten sehen lernen“</a> an, in dem du lernst Lahmheiten bei deinem Pferd zu erkennen und auch zu sagen, welches Bein betroffen ist.</p>
<p>Möchtest du erfahren, wie du dein Pferd unterstützen kannst, wenn es älter wird? Dann ist vielleicht dieser Blogbeitrag interessant für dich: <a href="https://pferdepraxiswissen.de/ein-altes-pferd-auffuettern/">ein altes Pferd auffüttern</a>.</p></div>
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